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Börse: Dax steigt auf Allzeithoch

Deutsche Börse in Frankfurt: Rekordhoch erreicht Zur Großansicht
REUTERS

Deutsche Börse in Frankfurt: Rekordhoch erreicht

Der Dax ist mit mehr als 8600 Punkten auf ein neues Rekordhoch geklettert. Seinen bisher höchsten Stand hatte der deutsche Leitindex am 22. Mai bei 8557 Punkten erreicht. Grund für den guten Wochenstart ist die Hoffnung, dass die US-Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhält.

Frankfurt am Main - Der Dax hat zum Handelsstart am Montag bei 8601 Punkten ein neues Rekordhoch markiert - ein Plus zum Handelsschluss am Freitag von gut einem Prozent. Seinen bisher höchsten Stand hatte der deutsche Leitindex am 22. Mai bei 8557 Punkten erreicht.

Nachdem der Dax in der vergangenen Woche bereits Anlauf auf sein altes Hoch genommen hatte, habe die zurückgezogene Kandidatur von Larry Summers für den Posten als Chef der US-Notenbank Fed für den finalen Schub gesorgt, sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. Der Kampf um die Spitzenposition bei der US-Notenbank sei damit neu eröffnet und die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Politik des billigen Geldes habe den Dax Chart zeigen auf ein neues Rekordhoch getrieben.

Unter Summers hätte möglicherweise eine restriktivere Geldpolitik gedroht. Analysten rechnen jetzt damit, dass Fed-Vizechefin Janet Yellen Anfang kommenden Jahres Nachfolgerin von Ben Bernanke werden könnte. Sie gilt als Verfechterin der ultralockeren Geldpolitik der Fed und dürfte eine eher langsame Rückführung der milliardenschweren Anleihenkäufe bevorzugen. Zusätzlich gestützt wurden die Märkte durch Fortschritte in der Syrien-Krise: Kurz nach der Einigung zwischen den USA und Russland strebt Frankreich bereits bis zum Ende dieser Woche eine neue Syrien-Resolution des Uno-Sicherheitsrats an.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten K+S, die sich um 4,3 Prozent verteuerten. Ein angeblicher Eigentümerwechsel beim weltgrößten Kali-Düngemittelhersteller Uralkali hat Spekulationen auf eine Neuauflage des Kali-Kartells ausgelöst. Für Gesprächsstoff sorgt auch Lufthansa Chart zeigen: Die Fluggesellschaft muss sich auf die Suche nach einem neuen Chef machen. Christoph Franz wird seinen bis Ende Mai kommenden Jahres laufenden Vertrag nicht verlängern. Er soll Nachfolger des langjährigen Roche -Präsidenten Franz Humer werden. Lufthansa-Aktien verteuerten sich um 1,5 Prozent, Roche um 0,6 Prozent.

nck/Reuters/dpa

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1.
betaknight 16.09.2013
Zitat von sysopREUTERSDer Dax ist mit mehr als 8600 Punkten auf ein neues Rekordhoch geklettert. Seinen bisher höchsten Stand hatte der deutsche Leitindex am 22. Mai bei 8557 Punkten erreicht. Grund für den guten Wochenstart ist die Hoffnung, dass die US-Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhält. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-steigt-auf-allzeithoch-a-922406.html
Naja ichd achte, dass es eher mit dem Wahlergebnis der FDP zusammenhängt. Die Ereignisse sind doch recht zeitnah und wir wissen ja, wie empfindlich die Märkte auf jede Änderung reagieren....
2. Oh,oh
hanfiey 16.09.2013
Lockerere Geldpolitik und Dax Allzeithoch werden zusammen die nächste Blase bilden. Da wurde nur aus den EM Und Rohstoffen umgeschichtet. Dank des billigen Geldes ist die Welt in einer Abwärtsspirale gefangen, alle anderen Industrie Nationen müssen nachziehen um nicht abgehängt zu werden. Treffen wird es Lohnabhängige und Hartz IV Bezieher in DE.
3.
pepe_sargnagel 16.09.2013
Zitat von sysopREUTERSDer Dax ist mit mehr als 8600 Punkten auf ein neues Rekordhoch geklettert. Seinen bisher höchsten Stand hatte der deutsche Leitindex am 22. Mai bei 8557 Punkten erreicht. Grund für den guten Wochenstart ist die Hoffnung, dass die US-Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhält. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dax-steigt-auf-allzeithoch-a-922406.html
Das kann man noch toppen! Man müsste beispielsweise alle Steuern für die AGs abschaffen (dann wären die Steuervermeidungsstrategien auch hinfällig). Alle Investitionen und Risiken übernimmt der Steuerzahler. Auch sollte man darüber nachdenken, die Umweltauflagen zu senken oder die Löhne staatlich zu bezahlen. Dann steigt der Aktienkurs durch die Decke, weil sämtliche Kostenfaktoren sozialisiert wurden und die Umsätze weitestgehend in Privathand bleiben - das Problem: Die Bevölkerung wird da nicht bis zum Ende mitspielen. Sie spielt ja jetzt schon recht "gut" mit. Jedes 7te Kind in einem ALG II Haushalt aufwächst (soziale Exklusion inklusive), mehr als 3 Millionen Menschen die Löhne aufstocken und viele Menschen gerade auf dem besten Weg dahin sind (ein Erbe muss ja bis zu einem Freibetrag aufgebraucht werden), dann muss man schon sagen, dass man recht "gut" mitspielt. Auch interessant: Immer mehr Unternehmen machen die "Entschuldung" wie der Staat in der Vergangenheit. Ab in die Insolvenz und gut ist. Dank des Insolvenzplanes besteht die Unternehmung häufig weiter - aber die Verbindlichkeiten sind erst mal reduziert. Aber die ehemaligen Chefs und Aktionäre haben auf Kosten der Substanz gut gelebt. Da muss Haftung her! Dringend, denn die Konzerne und AGs in Deutschland sind heillos überschuldet! Die Betriebsrenten werden schon langsam unsicher - das erinnert mich auch irgendwie an den Staat... Das Wichtigste: Die Börse ist kein passender Gradmesser für die Prosperität der Volkswirtschaft.
4. So sieht es aus
Dortfred 16.09.2013
Zitat von pepe_sargnagelDas kann man noch toppen! Man müsste beispielsweise alle Steuern für die AGs abschaffen (dann wären die Steuervermeidungsstrategien auch hinfällig). Alle Investitionen und Risiken übernimmt der Steuerzahler. Auch sollte man darüber nachdenken, die Umweltauflagen zu senken oder die Löhne staatlich zu bezahlen. Dann steigt der Aktienkurs durch die Decke, weil sämtliche Kostenfaktoren sozialisiert wurden und die Umsätze weitestgehend in Privathand bleiben - das Problem: Die Bevölkerung wird da nicht bis zum Ende mitspielen. Sie spielt ja jetzt schon recht "gut" mit. Jedes 7te Kind in einem ALG II Haushalt aufwächst (soziale Exklusion inklusive), mehr als 3 Millionen Menschen die Löhne aufstocken und viele Menschen gerade auf dem besten Weg dahin sind (ein Erbe muss ja bis zu einem Freibetrag aufgebraucht werden), dann muss man schon sagen, dass man recht "gut" mitspielt. Auch interessant: Immer mehr Unternehmen machen die "Entschuldung" wie der Staat in der Vergangenheit. Ab in die Insolvenz und gut ist. Dank des Insolvenzplanes besteht die Unternehmung häufig weiter - aber die Verbindlichkeiten sind erst mal reduziert. Aber die ehemaligen Chefs und Aktionäre haben auf Kosten der Substanz gut gelebt. Da muss Haftung her! Dringend, denn die Konzerne und AGs in Deutschland sind heillos überschuldet! Die Betriebsrenten werden schon langsam unsicher - das erinnert mich auch irgendwie an den Staat... Das Wichtigste: Die Börse ist kein passender Gradmesser für die Prosperität der Volkswirtschaft.
Aber was soll's? Wir reden hier schon lange nicht mehr über die Realwirtschaft, sondern nur noch über die Finanzwirtschaft. Auf Grund einer gewissen "Unabhängigkeit" geht es dabei um "Vertrauen" und "Erwartung". Da spielen harte Fakten keine Rolle mehr. Wie auch immer. Am Ende wird die Blase platzen. Dann hoffe ich nur, dass die "kleinen Leute" nicht mit ihren Lebensversicherungen in der Sache stecken. Da könnte es nämlich sein, dass eine solche Versicherung, die heute 100.000,- EUR "wert" ist, am Ende nur noch dazu taugt ein Fahrrad zu kaufen... Aber ein sehr altes.
5. .
TS_Alien 16.09.2013
Der Performance-DAX ist auf einem Allzeithoch. Der Kurs-DAX ist davon noch weit entfernt. Und da der DAX sich ständig in seiner Zusammensetzung ändert, sollte man doch eher die aktuellen und höchsten Kurse der aktuellen und ehemaligen DAX-Konzerne betrachten. Ein Beispiel: Die Deutsche Bank ist noch mehr als 60 % von ihrem Höchstkurs entfernt. Die Telekom steht noch wesentlich schlechter da. Aber solange es dem DAX gut geht, geht es der Wirtschaft gut, denken die Einfältigen. Der DAX sagt überhaupt nichts aus über die aktuelle oder zukünftige Wirtschaftskraft der DAX-Konzerne, er ist ein Indikator für den Handel mit Aktien. Da können DAX-Konzerne pleite sein oder auf dem besten Weg dahin oder es können Kurse am nächsten Tag dramatisch einbrechen und der DAX bekommt das noch nicht einmal mit, bis es passiert.
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