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Halbjahreszahlen: Bahn-Gewinn bricht dramatisch ein

ICE vor der Reichstagskuppel: Bahn kämpft mit schwachem Ergebnis Zur Großansicht
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ICE vor der Reichstagskuppel: Bahn kämpft mit schwachem Ergebnis

Das Minus liegt bei 39 Prozent: Die Deutsche Bahn verzeichnet einen millionenschweren Gewinneinbruch. Konzernchef Grube führte das schwache Ergebnis auf die Lokführerstreiks und mehrere Unwetter zurück.

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2015 einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das Ergebnis nach Steuern sank von 642 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 391 Millionen Euro, ein Minus von gut 39 Prozent.

Wie der bundeseigene Konzern mitteilte, erhöhte sich der Umsatz von Januar bis Juni um 1,3 Prozent auf 20 Milliarden Euro. Vorstandschef Rüdiger Grube führte das schwache Ergebnis auf mehrere Unwetter und die Lokführerstreiks zurück.

Dem Unternehmen seien durch die "größte und folgenschwerste Tarifauseinandersetzung" in der Geschichte der Bahn "wichtige Einnahmen" entgangen, so Grube. Durch die Ausstände fehlten allein im Ergebnis des ersten Halbjahrs 2015 mehr als 250 Millionen Euro, sagte er. Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatten zwischen September 2014 und Mai 2015 insgesamt neun Mal gestreikt, zunächst nur für mehrere Stunden, dann aber auch mehrere Tage lang. Am 1. Juli einigten sich beide Seiten schließlich auf einen Tarifvertrag.

Grube hatte dem Aufsichtsrat am Montag einen Sechs-Punkte-Plan zum Umbau des Konzerns vorgelegt, um auf die Schwierigkeiten in mehreren Geschäftsfeldern zu reagieren. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn stimmte den strukturellen und personellen Veränderungen im Konzern zu.

Ronald Pofalla steigt demnach im August vom Cheflobbyisten zum Vorstandsmitglied bei der Bahn auf. Er soll die Bereiche Recht, Regeltreue, Datenschutz und Konzernsicherheit verantworten. In den Vorstand rückt zudem der bisherige Fernverkehrschef Berthold Huber auf, der den Personenverkehr sowie die Güterbahn übernimmt. Insgesamt schrumpft der Vorstand von acht auf sechs Mitglieder.

Stellenabbau möglich

Wegen der schlechten Zahlen schließt die Bahn einen Stellenabbau nicht aus. Seine konkreten Vorstellungen dafür wolle er am 16. Dezember dem Aufsichtsrat vorlegen, kündigte Vorstandschef Grube an. Die Bahn ist mit rund 196.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Im Ausland hat sie gut 100.000 Mitarbeiter.

Die hochverschuldete Deutsche Bahn will zudem in der zweiten Jahreshälfte den Kapitalmarkt anzapfen. Über Anleihen sollen 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro eingenommen werden, wie Finanzvorstand Richard Lutz bei der Halbjahrespressekonferenz. Je nach Lage am Kapitalmarkt könne zum Jahresende auch noch mehr Geld aufgenommen werden.

bos/dpa

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insgesamt 195 Beiträge
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1. Und gaaaanz sicher...
Hartmut Schwensen 28.07.2015
... liegt es nicht daran, dass mittlerweile ein erheblicher Teil des Umsatzes in Richtung Bus abgewandert ist. Denn gegen höhere Mächte wie Wetter oder Streiks kann man bekanntlich nichts machen. Ergo: Management Top. Wetter schuld. Weitermachen!
2. Klar, Herr Grube,
gesell7890 28.07.2015
immer sind die anderen schuld. Ein vortrefflicher Neuanfang Ihres Ladens. Viel Spaß bei der Kundenrückgewinnung. Wenn Sie Ihren Laden im Griff haben, dürfen Sie sich bei mir melden, dann überleg ich mal...
3. Pofalla
subzero1969 28.07.2015
Da kann Herr Pofalla ja als erste Amtshandlung den Gewinneinbruch als beendet erklären. Zu mehr wird er nicht taugen. Ich bin nach wie vor fassungslos ob dieser Personalie, vor allem wenn.man sich seine Aufgabenbereiche innerhalb des Vorstands ansieht.Da kann es ja nur besser werden bei der Bahn.
4. wer keine Kunden will ....
Mr Bounz 28.07.2015
Die Bahn könnte bei einer vernünftigen Preisgestalltung viel mehr verdienen. Es macht keinen Sinn viele Kunden durch hohe Preise ab zu schrecken. Besonders dumm ist es wenn eigentlich (fast) keiner diese Preise zahlt. Spartarif, Bahncard usw. Aber die gelegentlichen Bahnfahrer, die schauen ob es eine Alternative zum Auto ist werden dadurch konsquent abgeschreckt. Tolle Unternehmensstrategie!
5. Pofalla
subzero1969 28.07.2015
Da kann Herr Pofalla ja als erste Amtshandlung den Gewinneinbruch als beendet erklären. Zu mehr wird er nicht taugen. Ich bin nach wie vor fassungslos ob dieser Personalie, vor allem wenn.man sich seine Aufgabenbereiche innerhalb des Vorstands ansieht.Da kann es ja nur besser werden bei der Bahn.
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