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Marode Infrastruktur: Bahn erhält eine Milliarde Euro mehr fürs Schienennetz

Die Bahn soll schneller und pünktlicher werden. Verkehrsminister Dobrindt will dem Konzern deshalb pro Jahr vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen - eine Milliarde Euro mehr als bislang. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

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Gleise in Hamburg: Das Schienennetz muss saniert werden

Berlin - Die Deutsche Bahn erhält mehr Geld für die Reparatur des Schienennetzes. Der Bund werde dem Staatskonzern von 2015 an pro Jahr vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen - eine Milliarde Euro mehr als bislang. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Mit der Finanzspritze wolle Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der Bahn helfen, schneller und pünktlicher zu werden. Die Erhöhung der Mittel sei mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bereits abgesprochen.

Mit dem Geld sollen alte Gleise, Weichen oder Signale ausgetauscht und marode Brücken saniert werden. Bahn-Chef Rüdiger Grube fordert schon seit längerem eine Erhöhung der Investitionen. Die Bahn sei "dramatisch unterfinanziert", bei Gleisen, Weichen und Stellwerken drohe ein "Investitionsstau von über 30 Milliarden Euro", warnte er schon im November vergangenen Jahres im SPIEGEL. Bei der Mobilisierung der zusätzlichen Gelder müsse "der Bund mit ran": "Weil die Schiene jahrzehntelang vernachlässigt wurde, können wir es allein nicht schaffen."

1300 der insgesamt 25.000 Eisenbahnbrücken in Deutschland seien dringend sanierungsbedürftig, erste Sperrungen drohten, so Grube. Auch aus diesem Grund soll sich Dobrindt entschlossen haben, die Mittel nun aufzustocken.

Im Gegenzug will der Bund künftig deutlich strenger kontrollieren, wie gut die Bahn das Netz in Schuss hält. So soll es etwa konkrete Anforderungen dafür geben, wie sich der Zustand der Brücken in den kommenden fünf Jahren verbessern muss. Gelingt das der Bahn nicht, drohen ihr laut "Süddeutscher Zeitung" pro Brücke Strafzahlungen von zwei Millionen Euro.

vet/dpa

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