Sanierung Deutsche Bahn streicht 2100 Stellen im Güterverkehr

Die Krise im Güterverkehr hat der Deutschen Bahn 2015 den ersten Verlust seit Jahren beschert. Nun sollen Hunderte Verladestellen geschlossen werden. 2100 Mitarbeiter sind betroffen.

Güterwaggons in Berlin
DPA

Güterwaggons in Berlin


Die Deutsche Bahn will im Schienengüterverkehr rund 2100 Arbeitsplätze streichen. 215 von 1500 Güterverladestellen in Deutschland sollen nicht mehr angefahren werden, berichten übereinstimmend die Nachrichtenagentur dpa und das "Handelsblatt".

Betroffen sind vor allem kleine Abfertigungspunkte, an denen oft nur einzelne Wagen abgeholt werden. Sie stünden für lediglich 0,4 Prozent des Güterbahn-Umsatzes in Deutschland.

Mitte März hatte der Vorstand das neue Güterkonzept dem Aufsichtsrat vorgestellt. Damals war noch die Rede von 500 Verladestationen und 3500 Stellen gewesen. Der Abbau fällt nun geringer aus.

Die betroffenen Mitarbeiter werden nicht entlassen. Möglich sind aber andere Einsatzorte oder neue Aufgaben. Die Bahntochter DB Cargo beschäftigt 17.500 Mitarbeiter in Deutschland.

Die Güterbahn will mit einer umfassenden Sanierung bis Ende 2018 wieder profitabel werden. Die Sparte war 2015 mit einem Ergebnis von minus 183 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern deutlich in die Verlustzone geraten.

sep/dpa-AFX

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