Boni-Rückforderungen der Deutschen Bank Josef Ackermann wittert Intrige

Die Deutsche Bank fordert Boni von ehemaligen Top-Managern zurück. Jetzt hat sich Ex-Bankchef Ackermann dazu geäußert. Er werde gar nichts zurückzahlen, seine Gegner wollten ihn nur unter Druck setzen.

Josef Ackermann (Archiv)
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Es geht um Bonus-Zahlungen in Millionenhöhe: Die Deutsche Bank Chart zeigenwill Geld von sechs früheren Vorständen zurückfordern. Betroffen sind die Ex-Vorstandschefs Anshu Jain, Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und weitere Top-Manager.

Ackermann hat nun als Erster der Betroffenen Stellung bezogen - und wehrt sich gegen die Berichterstattung. "Es ist überhaupt nicht die Rede davon, Boni zurückzuzahlen", sagte er am Donnerstag in Berlin. Diskutiert werde stattdessen, ob Bonus-Teile, die bislang nicht ausgezahlt wurden, "freiwillig in der Bank gelassen werden".

Unter bestimmten Umständen sei er in der Vergangenheit zu solchen Schritten bereit gewesen, um einen Beitrag zur Lösung von Problemen zu leisten, so der Ex-Manager. Aber auf Ansprüche formell verzichten werde er nicht. "Das kann ich gar nicht", sagte er.

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Die Skandale der Deutschen Bank: Peanuts und Pannen

Ackermann monierte, die Frage hätte intern in der Bank geklärt werden sollen, sei aber in die Öffentlichkeit getragen worden. Aber offenbar habe man ihn unter Druck setzen wollen. "Man merkt die Absicht, aber man ist verstimmt", sagte er.

beb/dpa



insgesamt 47 Beiträge
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Augustusrex 17.11.2016
1. Ackermann und Konsorten
Ackermann und Konsorten haben die Deutsche Bank in den desolaten Zustand manövriert, in welchem sie sich jetzt zeigt. Aber auf Ansprüche verzichten kann er gar nicht. Passt.
goethestrasse 17.11.2016
2.
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Die Deutsche Bank ist nicht meine Bank .Aber wehe Angela, wenn die Rettung alternativlos wird.
StevieB 17.11.2016
3. Kein Realitätsbewustsein
hat dieser Ackermann. Über Jahre hinweg hat er kriminelle Machenschaften in der Deutschen Bank zumindest geduldet, wenn nicht sogar forciert. Anders kann man seine damalige grossspurige Ankündigung von Renditeziel 25 Prozent, nicht deuten. Ackermann, wie auch alle anderen im Vorstand und mit angrenzender Sicherheit auch der Aufsichtsrat müssen in die gesamten Skandale bzw Betrügereien eingeweiht gewesen sein, Somit zu Recht die Forderung kommt die Boni zurück zuzahlen und auch juristisch für seine Vergehen gerade zu stehen.
steinbock8 17.11.2016
4. Was ist denn eigentlich
Die Definition von einer kriminellen Vereinigung diese Fuehrungseliten berauben ihre anvertrauten Firmen ruinieren sie Konsequenz null weiter so ihr Topmanager ihr werdet das Gemeinwesen ohne Skrupel zerstören
frider 17.11.2016
5. Verantwortung
Es währe sehr wünschenswert wenn erhebliche Beträge zurück gefordert würden. Herr Ackermann und seine Kollegen haben durch schlechte und zum Teil auch kriminelle Bankgeschäfte der Deutschen Bank und den Steuerzahlern erheblich geschadet. Korrekt gerechnet hat Die Deutsche Bank unter Herrn Ackermann keinen nennenswerten Gewinn erwirtschaftet wenn Strafzahlungen und Wirtschaftsschaden abrechnet werden.
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