Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Warnung vor Milliardenverlust: Deutsche-Bank-Aktie stürzt ab

Deutsche-Bank-Chef John Cryan: "Ernüchternder" Verlust Zur Großansicht
DPA

Deutsche-Bank-Chef John Cryan: "Ernüchternder" Verlust

Die Aktie der Deutschen Bank hat kurz nach dem Handelsstart mehr als fünf Prozent verloren - und fiel danach weiter. Wenige Stunden zuvor hatte die Bank für 2015 einen Verlust von 6,7 Milliarden Euro angekündigt.

Die Deutsche Bank wird kommende Woche mit 6,7 Milliarden Euro wohl den höchsten Jahresverlust ihrer Geschichte verkünden. Eine entsprechende Warnung hat das Unternehmen am Mittwochabend veröffentlicht. Gleich zum Börsenstart am Donnerstag gab nun der Aktienkurs der Bank deutlich nach. Mit einem Minus von zeitweise mehr als fünf Prozent musste die Deutsche Bank Chart zeigen einen der größten Verluste zum Handelsstart hinnehmen. Im Laufe des Vormittags rutschte der Kurs um fast zehn Prozent ab.

Gründe für den Milliardenverlust sind hohe Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten, Kosten für den laufenden Konzernumbau und Stellenstreichungen. Deutsche-Bank-Chef John Cryan wandte sich in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Dass die Bank für 2015 den ersten Jahresverlust seit der Finanzkrise 2008 ausweise, sei zwar "ernüchternd", räumte der Brite ein. "Die genannten Belastungen sind jedoch die Konsequenz aus den notwendigen Entscheidungen, die wir im Rahmen der Strategie 2020 getroffen haben. Diese Entscheidungen werden die Bank einfacher und effizienter machen", versprach er.

Es gehe darum, Risiken zu verringern und "Rechtsstreitigkeiten so rasch wie möglich abzuschließen". Am 28. Januar will die Deutsche Bank ihre Zahlen für das vergangene Jahr detailliert vorstellen. Cryan bekräftigte, in den kommenden beiden Jahren kämen auf die Bank "harte Arbeit und Belastungen" zu. "Mit diesen Schritten schaffen wir jedoch das Potenzial, uns zu einer starken, effizienten und gut geführten Institution zu entwickeln, die sowohl unseren Kunden, Geschäftspartnern als auch der Gesellschaft dient sowie gute Erträge für unsere Aktionäre erzielt."

mmq/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 54 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Deutsches Bankensystem
vegeta73 21.01.2016
das grösste Haus stürzt ab. Das zweite ist teilverstaatlicht. Die ehemals dritte Bank an unicredit verkauft und die Landesbanken mit 175 Mia Gefahrdnpotential. Mal Zeit für einen Stresstest in Deutschland
2. Ein-Euro-Jobber
cm1 21.01.2016
Jeder verantwortliche Chef würde sein Gehalt symbolisch auf einen Euro reduzieren. Das würde in der Führungsriege einige Millionen sparen. Gute Idee!
3. Das sind die Folgen.
kobmicha 21.01.2016
Herr Ackermann hat alles darauf ausgerichtet den Kurs so auszurichten um ihm persönlich einen Höchstmöglichen Bonus und Gewinn auszuzahlen.Koste es was es wolle! Seine Einnahmen hat er schön eingesackt. Nun kommt der Dominoeffekt, Manager sind die größten Ausbeuter der Unternehmen!
4. Konten konfidziern
tommit 21.01.2016
Zitat von vegeta73das grösste Haus stürzt ab. Das zweite ist teilverstaatlicht. Die ehemals dritte Bank an unicredit verkauft und die Landesbanken mit 175 Mia Gefahrdnpotential. Mal Zeit für einen Stresstest in Deutschland
und Auszahlungen quotieren.... Das sytem kann nicht besser aufffallen als wenn alle an ihr geld wollten... Das weiss schon der kleine Bankpraktikant..
5. man kann das auch anders sehen,
#4711 21.01.2016
6,07% das ist ein Klacks. Wenn jetzt einer sagt, aber wenn ich 1 Millionen Aktien halte, dann aber..................... wer keine Nerven hat sollte bei der Börse nicht mitmachen, oder halt Lotto spielen
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: