Frankfurt - Mitarbeiter der Deutschen Bank bekommen in diesem Jahr für 2012 Finanzkreisen zufolge maximal 300.000 Euro an Boni ausgezahlt. Das berichten übereinstimmend die Agenturen Bloomberg und Reuters. Ein darüber hinaus gehender Anspruch werde erst in den Folgejahren erfüllt, wenn sich der Erfolg als nachhaltig herausgestellt habe.
Vor allem im Investmentbanking machen die Bonuszahlungen regelmäßig einen Großteil der Gesamtvergütung aus. Die Aussicht auf hohe Boni, die sofort ausgezahlt werden, gilt aber auch als Ansporn für riskante Zockergeschäfte.
Im Vorjahr lag die Bonus-Obergrenze bei 200.000 Euro. Der Bonus-Pool für 2012 schrumpfte nach Bankangaben um gut elf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zusammen. Das Institut wollte sich nicht zur Bonusschranke äußern, dementierte die Berichte aber auch nicht.
Die Deutsche Bank
hatte am Donnerstag einen Quartalsverlust von rund 2,2 Milliarden Euro gemeldet. Hintergrund sind offene Rechtsstreitigkeiten, der Konzernumbau und Skandale. Über das Jahr gesehen ging der Gewinn auf 665 Millionen Euro zurück - ein Minus von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Bonusgrenze von 300.000 Euro gilt Reuters zufolge auch für den Vorstand um die Bankchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Bei ihnen und mehr als 1000 weiteren Top-Managern wird die Hälfte der Prämien allerdings in Aktien ausgezahlt. Für diese Gruppe liegt der maximale Bar-Anteil an den Boni also bei 150.000 Euro. Die Mitarbeiter würden in den nächsten Tagen informiert.
cte/Reuters
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