Fragenkatalog von EZB Deutsche Bank soll Zahlungspanne erklären

28 Milliarden Euro hat die Deutsche Bank versehentlich auf ein Konto überwiesen. Wegen dieser Panne muss sich das kriselnde Geldhaus jetzt laut einem Zeitungsbericht unangenehme Fragen der EZB-Bankenaufseher gefallen lassen.   

Logo der Deutschen Bank an der Zentrale in Frankfurt
AP

Logo der Deutschen Bank an der Zentrale in Frankfurt


Der Überweisungsfehler der Deutschen Bank beschäftigt jetzt offenbar auch die Europäische Zentralbank (EZB). Die Bankenaufseher der EZB hätten einen Fragenkatalog an das Institut geschickt, berichtete das "Handelsblatt". Die Deutsche Bank hatte zuvor eingeräumt, versehentlich 28 Milliarden Euro auf ein Konto überwiesen zu haben, das sie bei der Derivatebörse Eurex führt. Sie bestätigte damit einen Bloomberg-Bericht.

Der Fehler sei innerhalb weniger Minuten festgestellt worden, teilte die Bank mit. Ein finanzieller Schaden sei nicht entstanden. Dennoch wollen die Bankenaufseher den Vorfall laut "Handelsblatt" aufklären.

Die Aufseher hätten diverse Fragen zu der Panne gestellt, etwa warum die Sicherheitskontrollen nicht funktioniert hätten, warum es kein Vier-Augen-Prinzip und keine zusätzlichen Genehmigungen der Zahlung gegeben habe, hieß es demnach in Finanzkreisen. Laut dem Zeitungsbericht war ein Fehler bei den IT-Systemen dafür verantwortlich, dass die automatische Vier-Augen-Kontrolle nicht griff.

Die Bankenaufseher sollen sich zudem erkundigt haben, wie die Bank ähnliche Pannen in Zukunft verhindern wolle. Die EZB kommentierte das laut dem Zeitungsbericht nicht.

bam/rtr



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