Deutsche Bank Halbe Milliarde Euro für Londoner Immobilie

48.000 Quadratmeter für 500 Millionen Euro: Die Deutsche Bank investiert in Gewerbeflächen im Londoner Geschäftsviertel Stratford. Mieter soll die Bankenaufsichtsbehörde FCA werden.

Olympia-Gelände in London: Deutsche Bank kauft Gewerbeflächen
Corbis

Olympia-Gelände in London: Deutsche Bank kauft Gewerbeflächen


Die Immobilienpreise in London sind berüchtigt - nicht nur bei Privatleuten. Vor allem vollvermietete Büro- und Einzelhandelsimmobilien in bester Lage stehen bei Investoren hoch im Kurs. Doch das Angebot ist knapp, größere Fonds weichen zunehmend in andere Lagen aus. Darunter auch die Deutsche Bank: Im Osten der britischen Metropole hat die Immobilienfondssparte ein Gebäude für umgerechnet 500 Millionen Euro gekauft.

Der offene Immobilienfonds Grundbesitz Europa investiere das Geld in die Projektentwicklung "The International Quarter" im Geschäftsviertel Stratford, teilte die Deutsche Bank mit. Demnach erwirbt der Fonds rund 48.000 Quadratmeter Gewerbeflächen des ehemaligen Olympia-Geländes.

Das Gebäude soll ab 2018 Platz für 3.800 Mitarbeiter der britischen Bankenaufsichtsbehörde FCA bieten. Die Bauarbeiten haben demnach bereits begonnen. Der zuständige Deutsche-Bank-Manager Georg Allendorf verspricht sich mittelfristig Wertsteigerungen. "Die frühe Investition in das Entwicklungsprojekt ist eine sehr gute Anlage für den Fonds", sagte er.

brk/Reuters

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insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
orkku 12.01.2016
1. Wie lange noch?
Wie lange wird dieser Wahnsinn noch weitergehen?
r_dawkins 12.01.2016
2. Hä?
Deutsche Bank investiert in Immobilien? Na, ob da nicht WIEDER irgendein illegaler Steurvermeidungstrick dabei ist? - Hoffe nicht
Dr. Seltsam 12.01.2016
3. Die Deutsche Bank kauf ein Gebäude...
..in das die Bankenaufsicht einzieht. Finde nur ich das fragwürdig?
laurelnetz 12.01.2016
4. warum wahnsinn?
500.000.000 für 48.000 Quadratmeter ist ein Schnäppchen vom 1 euro shop! soviel kostet nämlich etwa 1 Quadratzentimeter dieses Baulands, also: top manager mit top rechnung und top gewinn, denn das KANN ja nur teurer werden...
MTBer 12.01.2016
5. Ich habe auch . . .
Zitat von Dr. Seltsam..in das die Bankenaufsicht einzieht. Finde nur ich das fragwürdig?
. . . erst gezuckt, als ich das gelesen habe. Aber andererseits: der Immobilienfonds Grundbesitz Europa gehört nur im weiteren Sinne der Deutschen Bank. Verwaltet wird der Fonds von der RREEF Investment GmbH. Und die gehört zur Deutschen Bank. Sie verdient durch diverse Verwaltungsvergütungen an dem Fonds. Das Fondsvermögen selbst wird aber durch Sie und mich aufgebracht, durch kleinere und größere und bestimmt auch institutionelle Anleger, die eben diese Fondsanteile erwerben. Für diese Anleger ist es aber attraktiv, an Immobilien mit solventen Mietern beteiligt zu sein. Von daher ist also die britische Bankenaufsicht als Mieter durchaus zu begrüßen. Und weil es von einem anderen Foristen angesprochen wurde: ja, diese Anlage ist auch mit Steuervorteilen verbunden. Von denen profitiert aber nicht die Deutsche Bank - sie ist ja nicht Eigentümer des Gebäudes - sondern der Anleger. Der muss nur einen bestimmten - jährlich neu festgelegten - Anteil seiner Gewinn-Ausschüttung versteuern. Übrigens: dieser Fonds existiert bereits seit Oktober 1970 und hat in dieser Zeit einen Wertzuwachs in Höhe von ca. 1.165% erlebt (nachzulesen im Ausgabe-Prospekt der Postbank).
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