Stellenanzeige Haben Sie das Zeug zum Deutsche-Bank-Chef?

Die Deutsche Bank sucht einen neuen Chef - doch was muss der überhaupt können? Wir sind auf eine Stellenanzeige gestoßen, die beinahe die echte sein könnte.

Deutsche-Bank-Chef John Cryan
REUTERS

Deutsche-Bank-Chef John Cryan

Von  und Anna van Hove (Grafik)


Paul Achleitner hat einen harten Job: Als Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist der Österreicher gerade mal wieder auf der Suche nach einem Vorstandsvorsitzenden. Der bisherige Amtsinhaber, John Cryan, ist nach drei Jahren mit insgesamt rund neun Milliarden Euro Verlusten bei wichtigen Investoren in Ungnade gefallen. Und auch Achleitner selbst soll sich mit dem Briten nicht mehr so richtig einig sein.

Also muss ein neuer Chef her. Achleitner kennt das schon. Vor drei Jahren musste er Cryans Vorgänger Anshu Jain und Jürgen Fitschen loswerden und Ersatz besorgen. Er fand ihn damals in Cryan, der als Sanierer und Zahlenkenner galt - und der mit seiner eher trockenen Art auch ein Gegenmodell zu seinen oft selbstverliebten Vorgängern war - ob sie Kopper, Breuer, Ackermann oder Jain hießen.

Nun muss Achleitner schon wieder suchen. Doch wie soll der neue Boss sein? Dem SPIEGEL liegt der geheime Entwurf einer fast echten Stellenanzeige vor, der so wahrscheinlich nie veröffentlicht werden wird.

SPIEGEL ONLINE; Foto: DPA



insgesamt 5 Beiträge
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gersois 28.03.2018
1. Ja klar!
Abschluss in WiWi, jahrelange Berufserfahrung in diversen Kreditinstituten und sogar schon einmal einen anderen Bankkunden außer mir selbst aus der Nähe gesehen. Aber gerade wegen des letzteren bin ich für den Job wohl überqualifiziert. Außerdem würde ich mit diesem Aufsichtsratsvorsitzenden nicht zusammenarbeiten wollen.
AlBundee 28.03.2018
2. Kann ich!
Ein leistungsunabhängiges Millionengehalt anzunehmen bekomme ich hin. Gebongt! Mitarbeiter entlassen dürfte auch kein Problem sein. Und Milliarden zu versenken kann doch nicht so schwer sein.
thequickeningishappening 29.03.2018
3. Der Pförtner soll's machen
Die Bank hat fertig! Der letzte Mann mit Sachverstand (Herrhausen) wurde umgebracht. Danach kam Arroganz und Investment Banking (25% Ackermann)! Der "Endsieg"?: man sucht verzweifelt nach Realkapital (Postbank) um Die "Leichen" in Der Bilanz noch für einige Zeit kaschieren zu können!
siegfried_richard_albert 29.03.2018
4. Neuer Vorstand Vorsitzender
Herr Cryan hat auf jeden Fall gute Arbeit geleistet, indem er die meisten Problemfälle seiner Vorgänger behoben hat. Vorher konnte und kann kein Neubeginn starten. Trotzdem fehlt von ihm ein 4-Jahresplan, wo er die Bank dann sieht. Andererseits ist nicht klar, wie weit seine Kompetenzen reichen, vielleicht muss er zu viel mit Herrn Achleitner abstimmen. Es ist auch nicht bekannt, wer für die Boni der Investment Banker tatsächlich verantwortlich ist.
mueller23 29.03.2018
5. Ackermann und die 25% Eigenkapitalrendite
Zitat von thequickeningishappeningDie Bank hat fertig! Der letzte Mann mit Sachverstand (Herrhausen) wurde umgebracht. Danach kam Arroganz und Investment Banking (25% Ackermann)! Der "Endsieg"?: man sucht verzweifelt nach Realkapital (Postbank) um Die "Leichen" in Der Bilanz noch für einige Zeit kaschieren zu können!
sollte eigentlich mittlerweile Eingang in jedes Schulbuch gefunden haben. Ein Eigenkapital von 20 Mia. vorausgesetzt und eine im Mittel zu erreichende Rendite von 5% brächte eine Mia. Rendite. Ackermann will aber 5. Die restlichen 4 kann er nur generieren indem er sich günstig Geld leiht und teurer weitergibt. Bei einem Zinsvorteil von 2% seinen Kunden gegenüber muss er also 200 Mia. aufnehmen. Er betreibt sein Geschäft also mit schlappen 9,1% Eigenkapital. Der Rest ist auf Pump und mit unübersehbaren Risiken behaftet. Das sind fiktive Zahlen von mir, selbst mit Schönrechnen wird man aber nicht über einen Eigenkapitalanteil von mehr als 15% hinauskommen.
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