Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank
hat den Markt mit der Ankündigung einer Kapitalerhöhung überrascht. Mit der Ausgabe von 90 Millionen neuen Aktien wolle die Bank brutto 2,8 Milliarden Euro einnehmen, teilte Deutschlands größtes Geldinstitut mit. Der Schritt solle die Eigenkapitalausstattung verbessern.
Die für 2012 voll dividendenberechtigten Aktien werden in einer Privatplatzierung institutionellen Anlegern angeboten. Zudem beabsichtigt die Bank, ihre Kapitalstruktur in den nächsten zwölf Monaten durch die mögliche Emission nachrangiger Kapitalinstrumente im Umfang von bis zu zwei Milliarden Euro aufzupolstern.
Damit beugt sich das Institut dem Druck von Analysten. Bislang hing die Bank im internationalen Vergleich beim Eigenkapital weit zurück. Das Management hatte stets betont, die Lücken aus eigener Kraft schließen zu wollen. Hartes Eigenkapital gilt als wichtiger Puffer gegen neue Finanzkrisen. Nach den geplanten neuen internationalen Regeln ("Basel III") muss die Deutsche Bank als besonders systemrelevantes Institut eine extra hohe Kernkapitalquote erreichen. Die Regeln sollen zwar erst ab 2019 voll gelten, am Kapitalmarkt werden die Quoten aber schon jetzt von Anlegern erwartet.
Im ersten Quartal hat das Geldhaus deutlich mehr verdient als erwartet. Der Vorsteuergewinn kletterte um 28 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie das Institut mitteilte. Dabei zeigten offenbar auch die Kostensenkungen Wirkung. Der Nettogewinn legte um gut 20 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu.
cte/dpa/Reuters
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Deutsche Bank | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH