Die Deutsche Bank
will offenbar die Boni ihrer Mitarbeiter kräftig kürzen. Im Umfeld der Bank heißt es laut SPIEGEL-Informationen, Investmentbanker müssten sich darauf einstellen, dass der variable Anteil ihrer Vergütung im Schnitt um 15 bis 20 Prozent kleiner ausfällt.
Auch im Privatkundengeschäft, wo Mitarbeiter in der Regel weniger verdienen als im Investmentbanking, sollen die Boni gekürzt werden, allerdings weniger stark. "Der Bonustopf wird kleiner, die fetten Jahre sind vorbei", hieß es in Arbeitnehmerkreisen. An der Ermittlung der Boni ist für 2012 erstmals eine unabhängige Kommission unter der Leitung des früheren BASF
-Chefs Jürgen Hambrecht beteiligt, die neue Grundsätze für die Vergütung erarbeitet. Ende Januar sollen erste Ergebnisse vorliegen.
Die Deutsche Bank hatte Mitte Dezember gewarnt, im vierten Quartal würden Sonderposten den Gewinn signifikant drücken. Die Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen wollen die Bank umbauen, die Kosten senken und etwa 2000 Stellen streichen. Kurzfristig kostet der Umbau Geld.
Zudem stellt sich die Bank auf hohe Lasten aus Rechtsstreitigkeiten ein und wies dafür zuletzt 2,5 Milliarden Euro an Eventualverbindlichkeiten aus zusätzlich zu Rückstellungen für konkrete Risiken. Schadensersatz fordern beispielsweise Anleger, die sich durch die Manipulation des Libor-Zinses geschädigt fühlen, an der die Deutsche Bank beteiligt gewesen sein soll.
Sie wollen wissen, was in der neuesten SPIEGEL-Ausgabe steht? Dann melden Sie sich jetzt einfach für den SPIEGEL-Brief an. Die Chefredaktion des Magazins informiert Sie persönlich und kostenlos per E-Mail.
Sie wollen den neuen SPIEGEL jetzt sofort lesen?
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte | RSS |
| alles zum Thema Deutsche Bank | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH