Sparkurs: Mitarbeitern der Deutschen Bank droht Nullrunde

Die Deutsche Bank verschärft ihren Sparkurs: Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, müssen alle außertariflich bezahlten Mitarbeiter der Bank in diesem Jahr auf die übliche Gehaltssteigerung verzichten. Allein in Deutschland betrifft die Nullrunde 25.000 Beschäftigte - die Hälfte der Belegschaft.

Deutsche Bank in Frankfurt am Main: Nullrunde und keinen Kaffee mehr Zur Großansicht
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Deutsche Bank in Frankfurt am Main: Nullrunde und keinen Kaffee mehr

Frankfurt am Main - Die Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, haben einen Kulturwandel ausgerufen, und sie sparen, wo es nur geht. Nach dem angekündigten Stellenabbau folgt jetzt eine Nullrunde für alle außertariflich bezahlten Mitarbeiter, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf den Betriebsrat schreibt. Allein in Deutschland müssten damit rund 25.000 Beschäftigte auf die sonst übliche Gehaltssteigerung verzichten.

Der Ausfall der Gehaltsrunde lässt dem Bericht zufolge auch Rückschlüsse auf die Höhe der Boni zu. "Die Töpfe hängen zusammen. Wenn es schon keine Gehaltssteigerung gibt, braucht man sich bei den Boni nicht viel zu erwarten", zitiert die "SZ" einen Arbeitnehmervertreter. Die Belegschaft solle am Donnerstag darüber informiert werden. Am selben Tag veröffentlicht das Finanzinstitut seine Zahlen für das Jahr 2012 - Analysten erwarten nichts Gutes. Schon im Dezember hatte die Deutsche Bank eine Gewinnwarnung für das vierte Quartal herausgegeben.

Offenbar macht der Sparkurs der größten deutschen Bank aber nicht bei den Gehältern halt: Dem Bericht zufolge sollen Vorgesetzte dazu angehalten werden, einige ihrer Mitarbeiter schlecht zu bewerten, damit die Boni gering gehalten werden. Möglich werde das durch den von Jain und Fitschen ausgerufenen "Kulturwandel" in dem Geldinstitut, denn jetzt werde auch das Sozialverhalten der Kollegen in die Berechnung für die Bonuszahlungen einbezogen - ein Gummi-Paragraf.

Wie weitreichend die Kürzungen in der Bank sind, wird der Zeitung zufolge aber an ganz anderen Beispielen deutlich: So sei bei den Dienstwagen die Zahl der Kilometer, die gefahren werden dürfen, herabgesetzt worden. Schon gebuchte Seminare seien trotz hoher Stornokosten abgesagt worden. Und: In den Besprechungen gebe es keinen Kaffee mehr.

Die Deutsche Bank wollte die pauschale Nullrunde nicht bestätigen und teilte lediglich mit, dass die außertariflichen Gehälter "in jedem Einzelfall" geklärt würden.

nck/AFP

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insgesamt 37 Beiträge
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1. Irgendwo ...
kurt-aus-kienitz 30.01.2013
Zitat von sysopDie Deutsche Bank verschärft ihren Sparkurs: Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, müssen alle außertariflich bezahlten Mitarbeiter der Bank in diesem Jahr auf die übliche Gehaltssteigerung verzichten. Allein in Deutschland betrifft die Nullrunde 25.000 Beschäftigte - die Hälfte der Belegschaft. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-mitarbeiter-muessen-auf-gehaltserhoehung-verzichten-a-880471.html
... muss die Kohle für die Boni von Anshu Jain und Jürgen Fitschen ja herkommen.
2. Kein Kaffee mehr,
kuddemuddel 30.01.2013
jetzt kommt es wirklich knüppelhart. Auch wenn ich vermute, dass die Hälfte der kommenden Postings den gleichen Tenor haben werden: für eine nicht zu vernachlässigbare Zahl von Deutschen ist die Nullrunde eher der Normalzustand. Also willkommen im Klub. Aber das mit dem Kaffee ist wirklich hart. (Vielleicht ein Bankensoli?)
3. Die Nullrunde der Deutschen Bank
oberallgaeuer 30.01.2013
gilt hoffentlich nicht für die Mitglieder des Vorstands.
4. Selbstverständlich
AusVersehen 30.01.2013
Selbstveständlich werden die Gehälter der Vorstände und op-Manager, sowie deren Boni davon ausgeschlossen.
5. Außertarifliche Mitarbeiter
vogelskipper 30.01.2013
Da es sich hier bei der Nullrunde um außertarifliche Mitarbeiter handelt, die auch Bonizahlungen bekommen, nehme ich mal schwer an, dass diese Leute sowieso schon ein besseres Gehalt bekommen, als ihre tariflichen Kollegen. Es wird also wohl nicht unbedingt Diejenigen hart treffen, denen es sehr weh tun würde. @SPON: Warum speigelt die Überschrift nicht wider, dass es sich um außertarifliche Mitarbeiter handelt? Hier wird mal wieder suggeriert, dass alle nichts bekommen.
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