US-Behörde Deutsche Bank soll Auskunft über Jared Kushner geben

Die Beziehungen der Deutschen Bank zu Jared Kushner interessieren die New Yorker Bankenaufsicht. Sie fordert das Geldhaus auf, Informationen offenzulegen. Die Geschäfte mit Trumps Schwiegersohn sorgten immer wieder für Spekulationen.

Jared Kushner
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Jared Kushner


Die New Yorker Bankenaufsicht hat einem Insider zufolge von der Deutschen Bank Auskunft über ihre Geschäftsbeziehungen zu Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner gebeten. Die Anfrage sei bereits vor einer Woche gestellt worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Gefragt wurde demnach auch nach den Beziehungen zu der Immobilienfirma von Kushners Familie sowie zu Familienmitgliedern. Die Behörde New York State Department of Financial Services habe auch bei zwei weiteren Geldhäusern Informationen angefordert: Bei der Signature Bank und der New York Community Bank.

Laut dem Enthüllungsbuch "Fire and Fury" wisse Stephen Bannon, der ehemalige Chefberater von Donald Trump, dass Sonderermittler Robert Mueller wegen Geldwäsche im Trump-Lager ermittle. Auch die Deutsche Bank soll darin verwickelt sein. "Das läuft durch die Deutsche Bank und den ganzen Kushner-Scheiß", wird Bannon zitiert.

Der 37-jährige Kushner, der als Trumps Berater agiert, war zuvor US-Regierungskreisen zufolge der Zugang zu streng vertraulichen Geheimdienstinformationen entzogen worden. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Spekuliert wurde, ob Kushners Verwicklung in die Affäre um eine mutmaßliche russische Beeinflussung des Präsidentenwahlkampfs 2016 zugunsten Trumps eine Rolle gespielt haben könnte.

Kushner ist einer der engsten Vertrauten Trumps. Er soll unter anderem federführend einen Nahost-Friedensplan entwickeln. Der wohlhabende New Yorker Unternehmer ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet.

cop/Reuters



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erwin9 28.02.2018
1. Schach matt?
Hicks tritt zurück, Kushner wird der Zugang zu Geheiminformationen entzogen, das heißt , er wird defacto entmachtet. Dazu werden seine halbseidenen Geschäfte jetzt peinlichst durchleuchtet. Das alles trifft Trumps engsten Kreis. Was geht da vor sich, fragt man sich. Sieht aus, als ob der bewegungsunfähige König bald ganz allein auf dem Spielfeld steht. Schach matt!
fatal.justice 28.02.2018
2. Sensibel.
Alleine für die Tatsache, dass es die US-amerikanische Administration nötig hat, den welpenhaften Kuschelwuschelangetrauten des präsidentiellen Wohlfühltöchterchens darauf anzusetzen, internationale politische bzw. militärische Krisen zu befrieden, müsste man mit einem enormen Abrissbirnchen durchs Weiße Haus scheppern. Ob und wie sehr sich die ein oder andere unschuldige niedere Lebensform dabei bereichert, ist schon fast Nebensache - diese Familienbande benutzt die Wählerstimmen der Wohnwagenbevölkerung dazu, sich auch noch die allerletzte Fliese im Whirlpool zu vergolden.
brosswag 01.03.2018
3.
Hat Kurz Putin auch seine Ansicht gesagt was er, Putin, in Syrien bis jetzt falsch gemacht hat und was seiner Ansicht nach geändert werden sollte? Assad stemmt sich als gewählter und verantwortlicher Präsident seit sechs Jahren gegen den Willen der USA, einen Sturz Assads mit Instrukteuren Geld und Waffen Gewalt zu erreichen. Aber Bis zur Stunde ist Assad immer noch der gewählte Präsident der Mehrheit der Syrer. Die USA sind nach wie vor illegal in Syrien und unterstützen die noch gebliebenen Rebellen und Terroristen mit Waffen gegen Assad und Putin, der auf die Bitte Assads hin, diesem zu Hilfe kam. Zur Aufrechterhaltung der Selbstbestimmung des Syrischen Volkes. Wahlen sind durch den Einfluss der von den USA unterstützten Rebellen bisher unmöglich. Aber das ist was Putin erreichen möchte und Assad selbst gab offiziell bekannt, dass er sofort abtreten würde wenn das Volk dafür stimmt
sven2016 01.03.2018
4.
Jede Woche wirft ein Spitzenbdiensteter im Weißen Haus hin, andere müssen als erpressbar gelten, haben im großen Stil seit einem Jahr unrichtige Angaben in Bezug auf ihre Auskunftspflicht gemacht oder sind in windige Finanzgeschäfte verwickelt. Ein Model der Trumpfamilie, der persönliche Pilot, eine Mehrfachteilnehnerin bei Trump-TV-Shows; alle haben politische Führungsjobs vom Präsidenten erhalten. Es muss auch mal genug sein.
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