Investor aus "The Big Short" Finanzguru Eisman wettert gegen die Deutsche Bank

Steve Eisman sah die Finanzkrise voraus: Er wettete auf einen Einbruch der US-Immobilienpreise. Nun hat sich der US-Investor die Deutsche Bank vorgenommen - mit beunruhigendem Schluss für die Aktionäre.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt
AFP

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt


"The Big Short" machte Steve Eisman berühmt. Der New Yorker Hedgefonds-Manager war einer der Protagonisten im oscarprämierten Film über die Finanzkrise. Darin geht es um eine kleine Gruppe von Investoren, die den Verfall der Immobilienpreise in den USA voraussah, frühzeitig auf sinkende Preise wettete - und damit viel Geld verdiente.

Spätestens seit dem Film, der auf einem Buch von Michael Lewis basiert, ist Eisman ein gefragter Gesprächspartner an der Wall Street. Heute arbeitet er für die Investmentfirma Neuberger Berman Group - und hat schlechte Nachrichten für die Aktionäre der Deutschen Bank.

"Die Deutsche Bank ist eine Problem-Bank", sagte Eisman der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Ich denke, sie wird dramatisch schrumpfen müssen." Die Bank habe Probleme mit der Profitabilität und werde sich im kommenden Jahr voraussichtlich neues Kapital besorgen müssen, sagte Eisman.

Die Deutsche Bank steckt ohnehin in der Krise. Der Aktienkurs des größten deutschen Geldhauses ist in den vergangenen drei Jahren um rund 60 Prozent gefallen. Erst kürzlich musste der Brite John Cryan den Chefposten vorzeitig räumen, weil dem Aufsichtsratschef Paul Achleitner die Wende nicht schnell genug ging. Nun soll Christian Sewing die Bank wieder zum Erfolg führen - wenn auch mit etwas geringeren Ansprüchen als früher.

Investor Eisman sieht die Banken generell zehn Jahre nach der Finanzkrise deutlich sicherer als zuvor. Das Finanzsystem in den USA habe sich radikal verändert, die Banken seien heute stabiler, sagte er Bloomberg. In Europa sei das System zwar "besser, aber nicht gut genug".

stk



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