Nach Millionen-Vergleich Deutsche Bank entschuldigt sich bei Kirch-Witwe

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank leistet Abbitte bei der Witwe von Leo Kirch. Es tue ihm persönlich leid, was sie habe durchmachen müssen, sagte Paul Achleitner dem SPIEGEL.

Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain (l.) und Jürgen Fitschen, Aufsichtsratschef Paul Achleitner (M.): Entschuldigung bei Kirch-Witwe
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Deutsche-Bank-Chefs Anshu Jain (l.) und Jürgen Fitschen, Aufsichtsratschef Paul Achleitner (M.): Entschuldigung bei Kirch-Witwe


Die Deutsche Bank ist in der jahrelangen Auseinandersetzung mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch einen Schritt auf die Familie zugegangen. Aufsichtsratschef Paul Achleitner sagte dem SPIEGEL: "An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis zu sagen, dass es mir, unabhängig von der Schuldfrage, persönlich sehr leidtut, was Frau Kirch aufgrund dieses Verfahrens durchgemacht hat." Das sähen viele in der Bank so, fügte er hinzu. (Lesen Sie das ganze Interview hier im aktuellen SPIEGEL).

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Heft 15/2014
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Der frühere Bankchef Rolf Breuer hatte 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Medienkonzerns angezweifelt, kurz darauf meldete die Kirch-Gruppe Insolvenz an. Es folgte ein Rechtsstreit, der erst vor einigen Wochen mit einem Vergleich über 925 Millionen Euro beigelegt wurde.

Achleitner sagte, der Aufsichtsrat beschäftige sich sehr gewissenhaft mit der Frage, Breuer in Regress zu nehmen. Dem heutigen Co-Chef der Bank Jürgen Fitschen und Rechtsvorstand Stephan Leithner droht im Zusammenhang mit dem Kirch-Verfahren eine Anklage durch die Münchner Staatsanwaltschaft wegen versuchtem Prozessbetrug. Die Betroffenen weisen die Vorwürfe zurück.

Achleitner stellte sich vor Fitschen und Leithner. "Wir stehen loyal zu unseren Mitarbeitern. Es gilt in diesem Lande immer noch die Unschuldsvermutung." Achleitner machte deutlich, dass der Aufsichtsrat trotz andauernder Ermittlungen von Staatsanwälten und Aufsichtsbehörden in Zusammenhang mit mehreren Finanzskandalen an den Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen festhalten wolle.

"Der Aufsichtsrat steht voll hinter dem Vorstand. Anshu Jain und Jürgen Fitschen leisten sehr gute Arbeit und haben seit ihrer Berufung zu Co-Vorstandsvorsitzenden mit zahlreichen unternehmerischen Entscheidungen die Bank in die richtige Richtung gebracht." Unabhängig davon habe das Kontrollgremium "natürlich wie jeder gute Aufsichtsrat einen Nachfolgeplan, schließlich kann ja jedem Individuum auch etwas zustoßen."

Im vergangenen Jahr - als die beiden Co-Chefs je 7,5 Millionen Euro verdienten - habe der Vorstand die Zielsetzung zu 70 Prozent erfüllt, das sei ein guter Wert. "Aber natürlich sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns."



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insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
robbyy 06.04.2014
1. Tun ihm auch Folgen der Lebensmittelspekulationen leid?
Dass es ihm leid tut, wenn ein Milliardär in die Pleite getrieben wurde, ist eine Sache. Aber tut es ihm auch leid, dass durch die Lebensmittelspekulationen Menschen und Kindern verhungern??????
florida_wolf 06.04.2014
2.
was er nicht hinzugefügt hat: "... um das Management auszutauschen" !!
micromiller 06.04.2014
3. Entschuldigung nach wievielen Jahren ?
Diese Leute sind sicher gute Banker, aber menschliche Qualitäten sind berufsbedingt das Gegenteil von Erfolg!
extraball 06.04.2014
4. Wm
Kirch... War das nicht dieser Typ, der sein ganzes, nicht unbeträchtliches Vermögen dafür riskiert hat, um dem deutschen Fußballfan die Weltmeisterschaft aus dem öffentlichen Programm zu entfernen um sie auf Bezahlsendern zwecks Gewinnmaximierung zu verkaufen? Der dabei riesige Verluste gemacht hat, aber dem es das wichtigste auf der Welt war, dass Fussball nicht kostenlos empfangen werden kann?
hondje 06.04.2014
5. Arbeiter
Was da Geschehen ist erwartet man nur bei kriminelle oder Betrüger?
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