Versuchte Marktmanipulation Deutsche Bank muss neue Millionenstrafe in den USA zahlen

Die Deutsche Bank hat erst vor wenigen Tagen einem Vergleich mit den US-Behörden zugestimmt. Nun wurde das Geldhaus von der US-Handelskommission mit einer Millionenstrafe belegt.

Deutsche-Bank-Hochhaus in Frankfurt
AFP

Deutsche-Bank-Hochhaus in Frankfurt


Die US-Handelskommission CFTC hat die Deutsche Bank Securities wegen versuchter Marktmanipulation mit einer Millionenstrafe belegt. Die Tochter der Deutschen Bank AG solle 70 Millionen Dollar Strafe zahlen, teilte die CFTC mit.

Die Behörde wirft der Konzerntochter vor, im Zeitraum von Januar 2007 bis Mai 2012 falsche Berichte geliefert und versucht zu haben, den Marktindex Isdafix zu ihren Gunsten zu manipulieren. Die Deutsche Bank erklärte, sie habe intensiv mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammengearbeitet und ihre Ermittlungen unterstützt.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Deutsche Bank durch die Zahlung von 30 Millionen Dollar einen Rechtsstreit mit den US-Behörden wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation bei Termingeschäften beigelegt.

Zuletzt hatte die Deutsche Bank für Aufregung gesorgt, da sie trotz erneuter Jahresverluste höhere Boni an die Mitarbeiter ausschütten will als im Vorjahr - nach übereinstimmenden Medienberichten geht es um etwa eine Milliarde Euro.

2017 hatte das Geldinstitut das dritte Jahr in Folge einen Verlust eingefahren. Das Minus summierte sich auf eine knappe halbe Milliarde Euro nach 1,4 Milliarden Euro 2016 und 6,8 Milliarden Euro 2015. Damit schnitt das Frankfurter Geldhaus in etwa so ab wie Analysten erwartet hatten.

asc/dpa/Reuters



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