Hoffnung auf steigende Kurse US-Hedgefonds steigt bei Deutscher Bank ein

"Missverstanden und unterbewertet" ist die Deutsche Bank aus Sicht von Douglas Braunstein. Ihren schwachen Börsenkurs hat der Hedgefonds-Gründer nun genutzt, um zu einem der größten Aktionäre des Instituts zu werden.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt
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Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt


Der US-Hedgefonds Hudson Executive Capital steigt bei der Deutschen Bank ein. Der vom früheren JPMorgan-Finanzvorstand Douglas Braunstein gegründete Fonds habe in den vergangenen Monaten einen 3,1 Prozent-Anteil an der Deutschen Bank aufgebaut, teilte Hudson Executive dem "Wall Street Journal" mit. Die Beteiligung ist rund 620 Millionen US-Dollar wert. Die Aktie Chart zeigen des Frankfurter Instituts legte nach Bekanntwerden des Einstiegs deutlich zu.

Hudson Executive gilt als aktionistischer Hedgefonds, mischt sich also in die Entscheidungen von Firmen ein, an denen er Anteile hält. Mit dem Anteil, den Braunstein in den vergangenen Monaten bei einem extrem niedrigen Börsenkurs aufgebaut hat, wird Hudson zu einem der fünf größten Aktionäre der Deutschen Bank. Weitere Anteilseigner sind das Emirat Katar und der chinesische Mischkonzern HNA, der seine Beteiligung allerdings mittelfristig abbauen will.

Braunstein sagte dem "Wall Street Journal", er beschäftige sich bereits seit 2017 mit einem möglichen Engagement. Er nannte die Deutsche Bank "missverstanden und unterbewertet". Die vom neuen Bankchef Christian Sewing eingeleitete Restrukturierung bezeichnete Braunstein als richtig. Das Transaktionsgeschäft, Teil des Investmentbankings, sei ein "Kronjuwel", das bessere Aussichten habe als bislang gezeigt.

Deutsche-Bank-Chef Sewing sagte, er begrüße Hudson Executive als neuen Aktionär. "Doug Braunstein und Hudson Executive haben große Erfahrung mit Finanzdienstleistungsunternehmen. Wir schätzen das Vertrauen von Hudson Executive in das Management unserer Bank und in unsere Strategie."

dab/dpa/Reuters



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housemartino 01.11.2018
1. Buy
Wer hier nicht zugreift ist selbst schuld. Zumal die Strategische Ausrichtung jetzt perfektioniert wird. Die Commerzbank wird noch übernommen und ausgeschlachtet, dann passt es.
romeov 01.11.2018
2. Na ja...
...schlimmer kann es eh nicht mehr werden, die sollen gleich noch bei der Commerzbank einsteigen und die beiden alten Saurier endlich mal reformieren.
burlei 01.11.2018
3. Tschüss Deutsche Bank!
Das wars dann. Eine Heuschrecke macht sich darüber her. Übrig bleiben wird ein kleiner aggressiver Teil der Bank, der sich zwielichtigen Geschäften verschrieben hat, also Investmentbanking. Der Rest geht den Bach runter.
NewYork76 01.11.2018
4. Oh je...
Zitat von burleiDas wars dann. Eine Heuschrecke macht sich darüber her. Übrig bleiben wird ein kleiner aggressiver Teil der Bank, der sich zwielichtigen Geschäften verschrieben hat, also Investmentbanking. Der Rest geht den Bach runter.
Wow...In Ihrem Kommentar stecken soviel Fehlinformation, Unwissenheit und Vorurteile, es hat schon fast die Ausmasse eines Trump-Tweets. Aber lassen Sie mich trotzdem darauf mal kurz eingehen: 1) Wieso Heuschrecke? Hedge Fond ist nicht gleich Heuschrecke. Vielleicht informieren Sie Sich bevor Sie hier posten was man i.d.R. als Heuschrecken bezeichnet. Gerne hier: https://www.zeit.de/2010/22/GS-Hedgefons-Mythen 2) Wieso soll das einen Einfluss auf die aktuelle Strategie der Deutschen Bank haben? Ich zitiere aus dem Artikel: "Hudson Executive Capital [...] habe in den vergangenen Monaten einen 3,1 Prozent-Anteil an der Deutschen Bank aufgebaut" Dass ist zwar ein relativ hoher Anteil, aber Strategiewechsel kann man damit nicht forcieren. Ausserdem hat Douglas Braunstein klar gesagt, dass er die aktuelle Strategie unterstuetzt. 3) Das Transaktionsgeschaeft (das der Herr Braunstein im Artikel lobt) ist wohl das am wenigsten aggressive Geschaeft und so aufregend wie eine Auslandsueberweisung bei der Sparkasse. Wie Sie daraus einen aggressiven Teil mit zwielichtigen Geschaeften machen und dann auch noch zwielichtige Geschaefte mit Investmentbanking gleichsetzen, ist schon mehr als kurios. 4) Auf Ihren unfundierten Allgemein-Pessimismus ("Der Rest geht den Bach runter") werde ich jetzt mal nicht weiter eingehen. Es tut mir ja Leid wenn Sie Sich als Opfer des Kapitalismus sehen, aber einen abschliessende Rat habe ich fuer Sie in Form eines Dieter Nuhr Zitats: "Wenn man keine Ahnung hat, dann einfach mal die Fresse halten!"
Kurt-C. Hose 01.11.2018
5.
Zitat von burleiDas wars dann. Eine Heuschrecke macht sich darüber her. Übrig bleiben wird ein kleiner aggressiver Teil der Bank, der sich zwielichtigen Geschäften verschrieben hat, also Investmentbanking. Der Rest geht den Bach runter.
Was genau ist an Investmentbanking "zwielichtig"?
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