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Milliardendeal: Deutsche Bank verkauft Beteiligung in China

Die Deutsche Bank macht Ernst: Der Konzern will sein Auslandsgeschäft zurückfahren und trennt sich von seinem 20-Prozent-Anteil an der chinesischen Hua Xia Bank. Der Verkauf bringt bis zu 3,7 Milliarden Euro ein.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main: "Positiver finanzieller Effekt" Zur Großansicht
dapd

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main: "Positiver finanzieller Effekt"

Die Deutsche Bank verkauft ihre Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank. Der Anteil in Höhe von 19,99 Prozent werde an den chinesischen Versicherer PICC Property and Casualty Company veräußert, teilte das Unternehmen mit. Der Abschluss des geplanten Geschäfts ist allerdings noch nicht ganz sicher. Der Deutschen Bank zufolge müssen die zuständigen Aufsichtsbehörden den Deal noch genehmigen, darunter die chinesische Bankenaufsicht.

Abhängig von abschließenden Preisanpassungen und dem Wechselkurs des chinesischen Yuan am Stichtag werde der Verkaufspreis in der Spanne von etwa 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro liegen, teilte die Bank mit. Die harte Kernkapitalquote der Deutschen Bank Chart zeigen werde sich dadurch um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte verbessern.

Vorstandschef John Cryan führte die aktuelle Strategie seines Unternehmens als Grund für die Veräußerung an. Es sei "nun der richtige Zeitpunkt für uns gekommen", sich von dem Hua-Xia-Anteil zu trennen. Cryan hatte im Oktober seinen Reformplan für die Deutsche Bank präsentiert, zu dem ein Zurückfahren der internationalen Präsenz des Unternehmens gehört. Kurz zuvor hatte die Bank bekannt gegeben, einen Rekordquartalsverlust zu erwarten - am Ende wies sie für den Zeitraum von Juli bis September ein Minus von sechs Milliarden Euro aus.

An Hua Xia ist das Geldinstitut seit 2006 beteiligt. Das Management sei "mit der Entwicklung und dem Ergebnis der Hua Xia Bank" zufrieden, sagte Bankchef Cryan am Montag. "China bleibt auch künftig ein wesentlicher Wachstumsmarkt für uns", beteuerte er.

fdi/Reuters

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