Frankfurt am Main - Seit Jahren steht das Tochterunternehmen der Deutschen Bank zum Verkauf - nun könnte die BHF-Bank tatsächlich einen neuen Eigentümer bekommen. Die in Belgien ansässige Finanzdienstleistungsgruppe RHJ International (RHJI) wolle 384 Millionen Euro für das Frankfurter Traditionsinstitut zahlen, teilte die Deutsche Bank
mit. Allerdings betonte das Geldhaus, dass die Finanzaufsichtsbehörde BaFin dem Geschäft noch zustimmen muss.
Konkret wird die Investmentbank und RHJI-Tochter Kleinwort Benson die BHF-Bank kaufen. RHJI kündigte an, beide Institute zusammenführen zu wollen. Die vom ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer geführte Beteiligungsgesellschaft will die Übernahme mit mehreren Co-Investoren stemmen. Die chinesische Fosun Group, BMW-Aktionär Stefan Quandt, der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock und US-Investor Timothy Collins würden sich laut RHJI an einer Kapitalerhöhung der Kleinwort Benson beteiligen.
Bereits im Juli 2011 hatte die Deutsche Bank exklusive Verhandlungen mit RHJI aufgenommen. Allerdings hatte die BaFin in der Vergangenheit wiederholt Bedenken geäußert, ob die Beteiligungsgesellschaft über die nötige Finanzkraft verfüge.
Die Deutsche Bank hatte die BHF-Bank 2009 zusammen mit der Privatbank Sal. Oppenheim erworben und anschließend sofort zum Verkauf gestellt. Doch bisherige Anläufe scheiterten. Anfang 2011 war der Dax-Konzern mit der Liechtensteiner Fürstenbank LGT bereits handelseinig. Dieses Geschäft ließ die BaFin jedoch im letzten Moment platzen.
fdi/Reuters/dpa/dapd
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