Milliardengeschäft Deutsche Bank will eigene Schulden zurückkaufen

Schaut her, uns geht es gut: Mit dem Ankauf eigener Schulden in Milliardenhöhe will die Deutsche Bank Investoren beruhigen. Nun hat das Geldhaus ein konkretes Angebot abgegeben.

Logo der Deutschen Bank (Archivbild): Spekulationen ließen Aktienkurs steigen
REUTERS

Logo der Deutschen Bank (Archivbild): Spekulationen ließen Aktienkurs steigen


Es ist eine Demonstration der Stärke: Die Deutsche Bank will eigene Schulden in Milliardenhöhe zurückkaufen. Das größte deutsche Geldhaus gab ein Kaufangebot für Euro-Anleihen mit einem Volumen von drei Milliarden Euro und Dollar-Anleihen in Höhe von zwei Milliarden Dollar ab.

"Die starke Liquiditätsposition der Bank erlaubt es ihr, diese Wertpapiere zurückzukaufen, ohne dass dies Auswirkungen auf den Emissionsplan für das Jahr 2016 hat", teilte das Institut mit.

Die Deutsche Bank steht derzeit wegen eines Rekordverlusts im vergangenen Jahr unter Druck. Ihr Börsenwert war in den vergangenen Wochen dramatisch geschrumpft. Mitte der Woche war bekannt geworden, dass die Bank den Rückkauf der Schulden erwägt - daraufhin war der Kurs um zehn Prozent gestiegen.

Eine weitere Idee hinter dem Rückkauf: Die Deutsche Bank muss dem Anleiheninhaber an einem Stichtag einen vereinbarten Betrag zurückzahlen - das ist das Grundprinzip einer Anleihe. Sind die aktuellen Anleihenpreise jedoch niedriger als dieser vereinbarte Betrag, lohnt es sich für die Bank, die Papiere jetzt selbst zu kaufen und sich damit die teurere Zahlung in der Zukunft zu sparen.

sep



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