Medienbericht Deutsche Bank will offenbar rund 10.000 Jobs streichen

Großer Kahlschlag bei der Deutschen Bank: Das krisengeplagte Geldhaus will sich offenbar von jedem zehnten Mitarbeiter trennen.

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt
dapd

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt


Die Deutsche Bank plant im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung einem Medienbericht zufolge einen großen Personalabbau. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider berichtete, wird die größte deutsche Bank rund 10.000 Stellen streichen. Ein Sprecher der Bank wollte die Meldung nicht kommentieren.

Damit wird die Mitarbeiterzahl der Bank weiter sinken. Schon in den vergangenen Jahren hatte das angeschlagene Institut kräftig Stellen abgebaut - bis Ende 2018 sollen es rund 9000 sein. Nun kommen offenbar weitere 10.000 hinzu.

Der Stellenabbau ist nicht überraschend. Schon länger war klar, dass die Bank weiter sparen muss. Zudem dürften durch die anstehende Integration der Postbank in das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank viele Stellen überflüssig werden.

Langfristig wird wohl auch die neue Zahl von 10.000 Stellen nicht reichen. Für viele Banken, die bisher ein Filialgeschäft unterhalten haben, lohnen sich in Zeiten der Digitalisierung viele Jobs einfach nicht mehr.

Neuer Chef Christian Sewing muss sich auf Hauptversammlung stellen

Im vergangenen Jahr hatte der damalige Chef der Bank, John Cryan, bereits angedeutet, wohin die Reise langfristig gehen wird. "Wir beschäftigen 97.000 Leute", hatte er in einem Interview gesagt. "Die meisten großen Wettbewerber haben eher halb so viele."

Inzwischen wurde Cryan an der Spitze der Bank zwar durch den früheren Privatkundenchef Christian Sewing ersetzt. Doch auch der ist sich sehr bewusst, dass die Bank langfristig viele Stellen wird abbauen müssen.

An diesem Donnerstag wird sich Sewing auf der Hauptversammlung zum ersten Mal in neuer Funktion den Aktionären der Bank präsentieren - und dabei auch deutlich machen müssen, wohin er die Bank künftig steuern will. Erste Eckpunkte dazu hatte Sewing bereits kurz nach seinem Amtsantritt vorgestellt, war dabei aber eher vage geblieben.

hej/stk/Reuters



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