Konzernumbau Deutsche Bank zieht Investmentbanking aus Russland ab

Die Deutsche Bank will sparen - und baut nun ihre Geschäfte in Russland ab. Das dortige Investmentbanking wird bis zum Jahresende geschlossen. Rund 200 der 1300 Stellen in dem Land fallen weg.

Firmensitz der Deutschen Bank in Moskau (Archivbild): Auf dem Rückzug
REUTERS

Firmensitz der Deutschen Bank in Moskau (Archivbild): Auf dem Rückzug


Die Deutsche Bank treibt ihren grundlegenden Umbau voran: Das Finanzinstitut zieht sich teilweise aus Russland zurück. So sollen Komplexität, Kosten, Risiken und Kapitalaufwand reduziert werden, teilte das Unternehmen mit.

Die dortige Präsenz des Wertpapiergeschäfts und der Unternehmensfinanzierung (Corporate Banking & Securities) werde aufgegeben, heißt es in der Mitteilung.

Bis Ende 2015 soll der Teilrückzug abgeschlossen werden. Dann sollen die Kunden dieses Geschäftsbereichs von anderen Standorten der Bank aus betreut werden, etwa von Frankfurt oder London aus. Von diesem Schritt seien rund 200 der derzeit etwa 1300 Mitarbeiter der Bank in Russland betroffen, sagte eine Sprecherin.

Russland-Chef Jörg Bongartz war nach neun Jahren bereits aus Moskau abgezogen worden. Er soll sich künftig von Frankfurt aus um Kunden in Mittel- und Osteuropa kümmern.

bos/dpa

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