Börsenbetreiber Deutsche Börse und London Stock Exchange planen Fusion

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange sprechen über einen Zusammenschluss. Die Nachricht treibt die Aktienkurse der Börsenbetreiber in die Höhe.

Bulle vor Gebäude der Deutschen Börse: Gespräche mit der LSE
Deutsche Börse

Bulle vor Gebäude der Deutschen Börse: Gespräche mit der LSE


Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) sprechen über einen Zusammenschluss. Das bestätigten die beiden Börsenbetreiber. An den Märkten kam die Nachricht sehr gut an: Die Papiere der Deutschen Börse legten um sieben Prozent, die der LSE sogar um 13 Prozent zu.

Durch den Zusammenschluss würde der mit Abstand größte europäische Börsenbetreiber entstehen. Man strebe einen Zusammenschluss unter Gleichen an, teilten die Unternehmen mit. Geplant sei ein gemeinsames paritätisches Board. Aktionäre der Deutschen Börse würden an dem neuen Unternehmen 54,4 Prozent halten. Alle Sparten sollen unter altbekannten Namen auftreten.

Es ist nicht der erste Fusionsversuch der beiden Börsenbetreiber: Ein erster Versuch war 2005 gescheitert. Der seit Sommer 2015 amtierende Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter hat im vergangenen Jahr mehrere mittelgroße Übernahmen gestemmt.

brk/dpa/Reuters

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insgesamt 18 Beiträge
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baut-as 23.02.2016
1. ich hoffe doch...
die Fusion findet nicht vor dem Brexit-Termin statt
tageskolumne 23.02.2016
2. Politisches Manöver
Wenn direkt in die Brexit-Diskussion diese Meldung platzt, dass Deustche Börse und die Londoner Börse fusionieren wollen, dann kann es sich eiegntlich nur um einen "politichen Winkelzug" handeln, mit dem das finanztechnische Bündnis zwischen Europa und England gerettet und für die Zukunft fest zementiert werden soll. Ob Aktionäre allerdings als Stimmvieh für solche leicht durchschaubaren Manöver zur Verfügung stehen, wird sich bald zeigen.
mictann 23.02.2016
3. Wen interessiert das, wenn man gesund ist?
Abzockerfusion ... der Nächste bitte
BettyB. 23.02.2016
4. Fusion und Exit
Spinnen Die Deutschen?
mueller23 23.02.2016
5. Kontrolle der Finanzmärkte
findet international nicht statt, nationale Regierungen neigen ja schon zum Kapitulieren, eine "marktkonforme Demokratie" wird als alternativlos hingestellt. Mit der Fusion würden die Möglichkeiten zukünftiger deutscher Regierungen, den Auswuchs an Fantasiepapieren zurechtzustutzen, wahrscheinlich sinken. Und die Briten leben derzeit noch gut von ihren Fantastilliardenprodukten, die werden zunächst ihre noch sprudelnde Einnahmequelle nicht reglementieren wollen.
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