Außenhandel: Die Welt will deutsche Waren
Der Schuldenkrise zum Trotz: Im August haben deutsche Unternehmen ihre Exporte deutlich gesteigert. Die Nachfrage stieg jedoch vor allem außerhalb Europas, in der Euro-Zone geht sie zurück.
Wiesbaden - Die deutsche Exportwirtschaft hat einmal mehr positiv überrascht: Im August legten die Ausfuhren im Vergleich zum Vormonat um 2,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Warenwert um 5,8 Prozent auf 90,1 Milliarden Euro. Experten hatten einen leichten Rückgang vorhergesagt. Schon im Juli fielen die Ausfuhren unerwartet gut aus.
Beflügelt wurde die Nachfrage nach deutschen Gütern allerdings allein durch Länder außerhalb des kriselnden Euro-Raums. Dort stiegen die Exporte im Jahresvergleich um 13,0 Prozent.
Die Ausfuhren deutscher Unternehmen in den Währungsraum sanken dagegen im August um 3,1 Prozent. Zugleich stiegen die Einfuhren Deutschlands aus den Euro-Ländern um 1,1 Prozent. Dieser Trend wird von vielen Ökonomen begrüßt, da er dazu beiträgt, die Handelsungleichgewichte im Euro-Raum zu beseitigen.
"Das Plus bei den Exportzahlen überrascht", sagte die Analystin Ulrike Kastens von Sal. Oppenheim. Allerdings handele es sich vermutlich um einen positiven "Ausrutscher", der Trend für die kommenden Monate weise eher auf eine Abschwächung hin. "Dennoch dürfte das Plus im Außenhandel im August stabilisierend auf die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal wirken. Der Außenhandel läuft positiver als gedacht."
dab/dpa/Reuters
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