Wirtschaft


Trotz Krise: Deutsche Firmen steigern Produktion kräftig

Die Lage der Weltwirtschaft verdüstert sich - doch Deutschlands Firmen trotzen der Krise. Im Mai hat das produzierende Gewerbe weit stärker zugelegt, als Experten es erwartet hatten.

Berlin - Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Mai überraschend stark gesteigert. Die Unternehmen stellten 1,6 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent gerechnet.

Im Vormonat war die Produktion um 2,1 Prozent eingebrochen. Das Wirtschaftsministerium von Ressortchef Philipp Rösler sieht nach der Erholung im Mai "verbesserte Chancen" für ein stabiles zweites Quartal im produzierenden Gewerbe.

  • Die Baubranche steigerte ihre Produktion im Mai um satte 3,1 Prozent.
  • Die Industrie legte um 1,8 Prozent zu.
  • Hersteller von Konsumgütern meldeten ein Plus von 3,8 Prozent.
  • Die Erzeugung von Vorleistungsgütern wie Chemikalien zog um ein Prozent an.
  • Die Produzenten von Maschinen, Geräten und anderen Investitionsgütern stellten 1,7 Prozent mehr her.
  • Die Energieversorger dagegen drosselten ihre Leistung hingegen um 1,6 Prozent.

Die deutsche Produktion trotzt damit weiter dem weltweiten Abschwung. Erst am freitag hatte Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, vor einer weiteren Abkühlung der Weltwirtschaft gewarnt. Mittelfristig werden aber wohl auch deutsche Firmen die Folgen der Krise spüren. Schon jetzt bricht die Nachfrage in vielen Ländern Südeuropas ein. Für deutsche Hersteller sind das wichtige Absatzmärkte.

ssu/Reuters

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insgesamt 12 Beiträge
Die alte "Mär" von Wachstum jaja, wann endlich kapiert "Otto Normalo", das Wachstum heute in erster Linie benötigt wird um den Mehrwert zu erwirtschaften, der wiederrum gebraucht wird um die unreglementierte [...]
Die alte "Mär" von Wachstum jaja, wann endlich kapiert "Otto Normalo", das Wachstum heute in erster Linie benötigt wird um den Mehrwert zu erwirtschaften, der wiederrum gebraucht wird um die unreglementierte Gier der Geldanleger, Banken und Neokapitalisten zu stillen ! Die Last die in spätesten fünf Jahren auf Deutschlands Schultern liegen wird ( eigene Schulden, Euroschulden, Überalterung, zunehmende Psychosen, geringe Geburten raten,entsozialisierung, egoman Kranke, Medienkranke ect.) wird so gewaltig werden, das egal was versucht wird der Lebensstandart auf Dauer arg sinken wird. Deswegen mein Tipp, kein unsinniges "Mußwachstum", sondern ein Umverteilung der Vermögen und Einkommen, so das sich wie in den 50er bis 70er Jahren, auch ein Handwerker ein kleines Häuschen bauen konnte,heißt sich etwas leisten konnte und das Arbeiten so noch Sinn machte. Sollten die Entscheidungsträger die fatale und fehlerhafte Entwicklung der Umverteilung der Einkommen und Vermögen nicht für Ernst nehmen, wird das System implodieren! Alles Gute !!!
lomert 06.07.2012
...muss hier entstehen. Die Deutschen rammen mit dem Euro und auferlegten Sparverpflichtungen an andere die gesamte Weltwirtschaft in Grund und Boden und profitieren selbst davon, selbstverständlich hauptsächlich ihre Eliten. [...]
Zitat von sysopDie Lage der Weltwirtschaft verdüstert sich - doch Deutschlands Firmen trotzen der Krise. Im Mai hat das produzierende Gewerbe weit stärker zugelegt, als Experten es erwartet hatten. Deutsche Firmen steigern Produktion um 1,6 Prozent - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,842974,00.html)
...muss hier entstehen. Die Deutschen rammen mit dem Euro und auferlegten Sparverpflichtungen an andere die gesamte Weltwirtschaft in Grund und Boden und profitieren selbst davon, selbstverständlich hauptsächlich ihre Eliten. Der Euro funktioniert für die deutsche "Exportmaschine" offensichtlich besser als ein Turbolader. Aus dem Grund könnte man sogar verstehen, warum die deutschen Eliten so großzügig die Euro- und europäischen Bankenrettungen zu Lasten der Sozialisierung im eigenen Land befürworten. Ob das mal gut geht ?! Vereinzelt werden wir als Deutschland, nicht nur unsere Eliten, für diesen vordergründigen Wirtschaftserfolg und gleichzeitigen "Geiz" schon jetzt stark beneidet und, noch vereinzelt, sogar gehasst. Zumal noch gar nicht ausgemacht ist, ob wir selbst die Sozialisierung der diversen Rettungslasten in unserem Land überhaupt tragen wollen und können. Wenn es schief geht, wen können wir dafür dann hassen, vielleicht uns selbst, eine gewisse Übung haben wir ja darin schon !
doc 123 06.07.2012
Klar, dass die deutschen Firmen Ihre überdurschnittlich guten Export-Produkte lockerst statt in die Pleite-Euro-Staaten in die Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien exportieren können. DAFÜR braucht man [...]
Zitat von sysopDie Lage der Weltwirtschaft verdüstert sich - doch Deutschlands Firmen trotzen der Krise. Im Mai hat das produzierende Gewerbe weit stärker zugelegt, als Experten es erwartet hatten. Deutsche Firmen steigern Produktion um 1,6 Prozent - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,842974,00.html)
Klar, dass die deutschen Firmen Ihre überdurschnittlich guten Export-Produkte lockerst statt in die Pleite-Euro-Staaten in die Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien exportieren können. DAFÜR braucht man jedenfalls den Euro NICHT! Es sollte doch wohl mittlerweile selbst dem aller-größten Ignoranten klar geworden sein, dass man SELBST für Deutschland als überdurchschnittliche Eportnation eben NICHT den Euro benötigt!
aspi01 06.07.2012
"Die Energieversorger dagegen drosselten ihre Leistung um 1,6 Prozent". Ursache ist wohl die Zunahme an alternativen Energie-Lieferungen aus privaten Solardächern, die ja nicht zum "produzierenden Gewerbe" [...]
"Die Energieversorger dagegen drosselten ihre Leistung um 1,6 Prozent". Ursache ist wohl die Zunahme an alternativen Energie-Lieferungen aus privaten Solardächern, die ja nicht zum "produzierenden Gewerbe" gehören,oder? Aufgrund der vorrangigen Einspeisung müssen dann die konventionellen Kraftwerke entsprechend in ihrer Leistung gedrosselt werden.
Datenflut 06.07.2012
HartzIV-Empfänger. Die sind dafür gemacht. Das muß wg. Vorangenannten ja nicht sein. In der Tat. Ob sich die Sozialdemokraten und ganz besonders Gerhard Schröder darüber bewust sind oder [...]
Zitat von lomert... Wenn es schief geht, wen können wir dafür dann hassen, ...
HartzIV-Empfänger. Die sind dafür gemacht. Das muß wg. Vorangenannten ja nicht sein. In der Tat. Ob sich die Sozialdemokraten und ganz besonders Gerhard Schröder darüber bewust sind oder nicht, die Agenda 2010 hat ganz wesentlich zum Ziel, ein Ventil und Ablenkthema für die Situation zu schaffen, in der Dtl. seine vorgeblicher Erfolg auf die eigenen Füße fällt.
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  • Freitag, 06.07.2012 – 12:16 Uhr
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