Boom im Online-Handel: Post will 20.000 neue Paket-Annahmestellen schaffen

DHL-Mitarbeiter: Die Paketsparte der Post weitet ihr Annahmenetz aus Zur Großansicht
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DHL-Mitarbeiter: Die Paketsparte der Post weitet ihr Annahmenetz aus

Die Deutsche Post erweitert das Netz an Paketshops erheblich. Bis Ende 2014 sollen 20.000 zusätzliche Annahmestellen in Kiosken und anderen Geschäften eröffnen - vor allem in Ballungsgebieten. Der Konzern reagiert damit auf den Boom im Online-Handel.

Berlin - Die Deutsche Post will zusätzlich 20.000 Annahmestellen für den privaten Paketversand einrichten. Die Hälfte der neuen Paketshops des konzerneigenen Lieferdiensts DHL soll der Post zufolge bis Ende dieses Jahres kommen, der Rest 2014. Ende nächsten Jahres wird es demnach insgesamt rund 55.000 der Annahmestellen geben. Hintergrund der Entscheidung ist der Boom im Online-Handel.

Beim Ausbau konzentriert sich der Konzern auf die großen Ballungszentren. Die neuen Annahmestellen sollen bei Einzelhändlern eingerichtet werden, wie etwa in Supermärkten und Kiosken. Kunden könnten in den Shops künftig bereits frankierte Pakete, Päckchen und Retoursendungen aufgeben. Damit ähneln die Paketshops bereits bestehenden Verkaufspunkten der Post, die Kunden ein begrenztes Leistungsangebot bieten.

Bereits seit diesem Mittwoch gibt es der Post zufolge in Berlin die ersten hundert der neuen Annahmestellen. In den kommenden Wochen und Monaten folge dann der weitere Ausbau des Netzes. Zudem wolle die Post die Zahl ihrer Packstationen von derzeit rund 2500 auf 2650 erhöhen. Sie sind rund um die Uhr zugänglich, Verbraucher können bei ihnen per Selbstbedienung Sendungen abholen und aufgeben.

Der Umsatz des Paketgeschäfts sei seit 2009 jährlich um durchschnittlich 10,5 Prozent gestiegen, sagte Post-Vorstand Jürgen Gerdes. Ein Wachstum in dieser Größenordnung werde auch für die kommenden Jahre erwartet. Der Einzelhandel verschicke heute bereits ein Zehntel seiner Produkte. Dies entspreche einem Umsatzvolumen von 30 Milliarden Euro.

Die Deutsche Post DHL Chart zeigen gehört zu den weltweit größten Logistikkonzernen und ist der größte Paketversender Deutschlands. In diesem Geschäftsbereich wurden im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt, etwa ein Viertel des klassischen Brief- und Paketgeschäfts. Insgesamt lag der Jahresumsatz des Konzerns 2012 bei 55 Milliarden Euro.

fdi/dpa/AFP

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1.
fortuna0815 26.06.2013
Wenn DHL da mal nicht die Rechnung ohne den Kunden gemacht hat... DHL ist derzeit der teuerste Paketdienstleister. Wenn nun ein Zeitschriftengeschäft Pakete für z.B. Hermes, DPD oder UPS annimmt und ein Kiosk zwei Straßen weiter Pakete für DHL annimmt, die Preise dort aber immer rund 1 Euro höher sind als bei den anderen, dann wird sich der Kunde wohl kaum für DHL entscheiden. Es bleibt zu hoffen, dass DHL dann auch die Preise senkt.
2. Wow...
Niedersaxe 26.06.2013
Boom im Online-Handel und die Post reagiert JETZT schon? Muss wohl absolutes Neuland sein.
3.
DJ Doena 26.06.2013
Die sollen lieber mehr Packstationen bauen. Was nützt mir ein Packetshop im von einer Hausfrau betriebenen Schuhladen, der von 9:30 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 auf hat?
4. mehr Konzentration
danielc. 26.06.2013
Ich gönne der Post ihren Erfolg, stamme aber selber vom Land, wo Ende letzten Jahrhunderts/Jahrtausends zahlreiche Postschalter geschlossen wurden. Die dadurch entstandene Lücke wird durch diesen Ausbau leider nicht geschlossen. Das Geschäft wird nur stärker konzentriert. Betriebswirtschaftlich ist das sicher sinnvoll aber der Landflucht wird dadurch nur mehr Vorschub geleistet.
5.
silverfish 26.06.2013
Zitat von DJ DoenaDie sollen lieber mehr Packstationen bauen. Was nützt mir ein Packetshop im von einer Hausfrau betriebenen Schuhladen, der von 9:30 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 auf hat?
Dann sollen die da aber bitte auch Päckchen annehmen, das tun die nämlich bisher nicht.
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Deutsche Post
Der Konzern
Die Deutsche Post ist mit einem Umsatz von 55,5 Milliarden Euro und mehr als 424.000 Mitarbeitern einer der größten Konzerne der Republik. Das Unternehmen wurde in den neunziger Jahren privatisiert und ging 2000 an die Börse.
Die Geschäftsfelder
Der langjährige Post-Chef Klaus Zumwinkel baute die Deutsche Post durch zahlreiche Zukäufe zum größten Logistik- und Postunternehmen der Welt aus. Zu den wichtigsten Konzernbereichen gehören außer dem deutschen Briefnetz das Express-Geschäft (unter anderem Paket- und Kuriersendungen) und das globale Logistikgeschäft per Schiene, Straße, Luft und See.
Der Chef
Frank Appel ist seit 2008 Vorstandschef der Deutschen Post und damit Nachfolger des in Folge einer Steueraffäre zurückgetretenen Klaus Zumwinkel. Nach dem Studium arbeitete Appel mehrere Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey, bevor er 2000 in den Bonner Post-Tower wechselte.