Entwicklung von Zustellroboter Der "PostBOT" kommt

Er soll Briefträger entlasten und folgt ihnen auf Schritt und Tritt: Die Deutsche Post setzt auf die Entwicklung von Begleitrobotern. Aktuell sind die Gefährte in Japan im Einsatz.

Zustellroboter "PostBOT" bei Test in Bad Hersfeld
DPA

Zustellroboter "PostBOT" bei Test in Bad Hersfeld


Ein erster Praxistest in Deutschland wurde als Erfolg gewertet, nun will die Deutsche Post Begleitroboter im Zustelldienst vorantreiben. "Wir arbeiten an der Entwicklung der nächsten Generation des Begleitroboters", sagte ein Konzernsprecher.

Vor rund einem Jahr hatte die Post einen sechswöchigen Praxistest im hessischen Bad Hersfeld beendet und danach ein "sehr positives Fazit" gezogen. Der "PostBOT" ist ein vierrädriges, 1,50 Meter hohes Gefährt, das dem Zusteller auf Schritt und Tritt folgt. Der Roboter kann Postsendungen mit einem Gewicht von bis zu 150 Kilogramm tragen. Zudem stoppt der elektrisch fahrende Helfer vor Hindernissen und kann Bordsteine überwinden.

Das Gerät habe sich als zuverlässig und sicher erwiesen, lautete das Fazit nach dem Test. Laut Post geht es vor allem darum, die Mitarbeiter bei der körperlich anstrengenden Arbeit zu entlasten. Der Konzern betont, dass der Roboter keine Arbeitsplätze in Deutschland ersetzen solle.

Nach dem Test in Hessen wurde der Roboter auf Messen und anderen Veranstaltungen präsentiert. Momentan werde der "PostBOT" in Japan zu Demonstrationszwecken und zum Sammeln weiterer Erfahrungen verwendet, sagte ein Sprecher. Einsatzorte sind Tokio, Yokohama, Sapporo und Fukuoka. Warum ausgerechnet Japan ausgewählt wurde, erklärt der Sprecher so: Das Land sei technologiefreundlich, außerdem treffe man in Japan auf ähnliche örtliche Gegebenheiten wie in Deutschland.

mmq/dpa



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spaceagency 20.11.2018
1. ähnliche örtliche Gegebenheiten
und die wären? Topografisch und geografisch könnte man Japan noch mit Italien vergleichen.....aber mit Deutschland? Und die Städte sind ähnlich? Super Vergleich
hamburger-humanist 20.11.2018
2.
"Der Konzern betont, dass der Roboter keine Arbeitsplätze in Deutschland ersetzen solle." Na ein Glück. Es wäre ja auch furchtbar, wenn Technik uns von nerviger, unnötiger und anstrengender Arbeit befreien würde. Der Fetisch Arbeit muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden. Gerade der Deutsche, der sein ganzes Sein aus seiner Arbeit rechtfertigt, würde ja sonst langweilig werden. Außerdem ist Technik eh pui. Lieber so leben wie in den 50ern, wo die Welt noch in Ordnung war.
stiller-denker 20.11.2018
3. 150kg Postgewicht? - Nein, Gesamtgewicht incl. Roboter
150kg Postgewicht geht schon vom Volumen nicht (Papier = 800kg / m³) und von der Statik nicht (Schwerpunkt zu hoch, der Roboter müsste dann leer mindestens 200kg wiegen). Es werden nur so maximal 65kg Postsendungen hinein passen. Der Transporter, der die weiteren Postsendungen dem Briefträger in die grauen Kästen zum Nachfüllen bringt, wird also immer noch benötigt. Warum nicht gleich ein Lastenfahrrad? - - - Zur Veranschaulichung: 1 Blatt DIN A4 Papier 5g - 1 Paket Kopierpapier 2,5kg - 1 Karton Kopierpapier 12,5kg - 12 Kartons Kopierpapier 150kg
postbote99 26.11.2018
4. Von "Entlastung der Mitarbeiter, weit entfernt"
Es geht weniger um eine tatsächliche Entlastung der Mitarbeiter, als vielmehr um ein ganz prophanes wirtschaftliches Kalkül. Mit der Einführung eines "Postbot", wird es möglich sein, vermehrt auch Pakete in der Stadt direkt vom regulären Postboten zu zustellen. So wie es seit geraumer Zeit auch in ländlichen Teilen der Fall ist, das der Postbote sowohl Post und Pakete dem Kunden liefert.
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