Jobabbau Deutsche Solarindustrie halbiert sich

Von Conergy über Solon bis zu Q-Cells sind in jüngster Zeit zahlreiche deutsche Solarhersteller pleitegegangen. Neue Zahlen zeigen: Binnen zwei Jahren kappte die Branche jeden zweiten Job.

Solarpark in Unterfranken: Harter Preiskampf mit China
DPA

Solarpark in Unterfranken: Harter Preiskampf mit China


Frankfurt - Die Krise der deutschen Solarindustrie hat innerhalb kurzer Zeit zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen geführt. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts.

Der "FAZ" zufolge beschäftigte die Branche im November 2013 noch rund 4800 Personen. Innerhalb eines Jahres sei damit jeder dritte Job in der Branche gestrichen worden, seit Anfang 2012 fiel sogar mehr als die Hälfte von 10.200 Stellen weg. Erstmals seit knapp vier Jahren fiel die Beschäftigung unter die Marke von 5000. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sank seit Anfang 2012 von 1,4 Millionen auf 625.000.

Der deutschen Solarindustrie macht vor allem der harte Preiskampf mit chinesischen Wettbewerbern zu schaffen. Zahlreiche Anbieter wie Conergy,Solon oder Q-Cells mussten Insolvenz anmelden.

Als Reaktion auf den massiven Konkurrenzdruck aus China verhängte die EU im vergangenen Jahr Schutzzölle auf bestimmte Importe von Solarpaneelen. Ein großer Teil der chinesischen Firmen muss überdies seit Sommer Mindestpreise für seine Einfuhren verlangen. Zur Erholung der deutschen Branche haben diese Schritte bislang aber nicht beigetragen.

dab/AFP/Reuters



Forum - Diskussion über diesen Artikel
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jonas4711 28.01.2014
1. Das kann nicht
stimmen! Die grünen "Weltverbesserer" haben doch dem Konzept mit dem Solarstrom das Wort damit geredet, diese Industrie schaffe in Deutschland Arbeitsplätze ohne Zahl. Aber so wie es "wahr" ist, dass Deutschland am Hindkusch verteidigt werden mußte und demnächst in Schwarzafrika in den ehemals französichen Kolonien verteidigt wird, (wo die französische Fremdenlegion eingesetzt wird, damit keine französische Mutter um ihren Sohn weinen muß), so wird es auch wahr sein, dass die Solarindustrie in Deutschland Arbeitsplätze auf lange Zeit schaffen wird.
cologne237 28.01.2014
2. Gut so!
Eine Industrie die nur hoch subventioniert überleben kann, hat keine Daseinsberechtigung. Nach der Aussage von Trittin, Energiewende kostet den Verbraucher nicht mehr als ne Kugel Eis....der zweite grüne " Spaß" der die Verbraucher Unsummen gekostet hat.
brainyboy 28.01.2014
3. na endlich
die künstliche Aufrechterhaltung und Steuerverschwendung für die paar Jobs hat ein Ende.. das hat eh nur eine handvoll reiche Menschen etwas gebracht..
malwasganzneues 28.01.2014
4. Scheint sich ja zu lohnen
Das EEG ist also ein Riesenerfolg! Bei 4800 in der Solarbranche Beschäftigten machen die Zwendungen aus dem EEG in Höhe von 8,5 Mrd in 2013 also nur 1,8 Mio € an Subventionen pro Arbeitsplatz in der Solarbranche. Ist ja ein wahres Schnäppchen. Aber Hauptsache: Die Sonne schickt keine Rechnung!
paula_f 28.01.2014
5. für neue Firmen und Ideen gibt es bei uns keinen Platz
anders als Beispielsweise in den USA, China, Korea, Japan etc. habe neuen Firmen mit neuen Produkten und einem frischen Wind bei uns wenig Chancen. Unzählige Beispiele von Deutschen, die mit ihren neuen Firmen auswandern mussten oder erst im Ausland gründen konnten, belegen das. Angefangen Ende der 80 er Jahren mit Bechtholdsheim und Sun Computer in der IT Branche, über Biotechnik, Windkraft, Chemie, Pharma etc. belegen das. Weitere vor allem zukunftsweisende Branchen wären bei uns gut für eine Diversifizierung. Betonköpfe die vor allem ihre Pfründe sichern, bedenken dabei nicht, dass die Entwicklung ganz ohne uns genau so stattfindet, dann können wir eben Smartphones, Computer, Pharmaprodukte, Elektroautos, Akkus etc. etc. nicht mehr selbst produzieren. Das gab es früher auch schon mal - als die Nähmaschinen plötzlich aus aller Welt kamen.
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