Internettochter Telekom treibt Verkauf von T-Online voran

Eine Bank ist beauftragt, der Verkaufsprospekt erstellt: Bis zum Frühsommer will die Telekom nach SPIEGEL-Informationen den Verkauf von T-Online geregelt haben. Einfach dürfte er jedoch nicht werden, denn der Konzern will die Marke weiter schützen.

Telekom-Zentrale in Bonn (Archiv): 150 Seiten im Datenraum
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Telekom-Zentrale in Bonn (Archiv): 150 Seiten im Datenraum


Die Deutsche Telekom treibt den Verkauf ihres Internetportals T-Online voran. Der Konzern hat die Großbank BNP Paribas in Frankfurt am Main mit der Suche nach einem Käufer beauftragt. Ende Dezember waren bereits erste informelle Gespräche bekannt geworden, unter anderem mit dem Axel-Springer-Verlag. Nun hat die Bank einen etwa 30-seitigen Verkaufsprospekt erstellt, der an knapp zehn Interessenten verschickt werden soll.

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Heft 16/2015
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Die Telekom hat zudem eine Bewertung ihrer Internettochter und des dazugehörigen Onlinevermarkters Interactive Media anfertigen lassen - das rund 150 Seiten starke Dokument wird den Bietern in einem Datenraum zur Verfügung gestellt. Bis zum Frühsommer, so die Erwartung der Telekom, soll eine Entscheidung fallen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Derzeit ist der Konzern dabei, T-Online als eigenständiges Unternehmen auszugründen. Die Verträge, die die weitere Zusammenarbeit von T-Online mit dem Mutterkonzern regeln, werden gerade ausgearbeitet - auch ein Käufer wäre daran gebunden. Leicht dürfte der Verkauf daher nicht werden: Wie es im Unternehmen heißt, habe die Telekom sehr genaue Vorstellungen, wie ihre Marke T-Online geschützt werden soll. Einem Erwerber bliebe damit wenig Spielraum.

Der Axel-Springer-Verlag gilt noch immer als Interessent, im Verlag heißt es, man werde sich die Verkaufsunterlagen in jedem Fall ansehen. In Teilen der Telekom-Belegschaft wird ein Verkauf an Springer aber kritisch gesehen. Nach der Kooperation von "Bild.de" und T-Online vor einigen Jahren gebe es durchaus Skepsis gegenüber Springer als Partner.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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Blindleistungsträger 10.04.2015
1. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Oder: Verkauf mich, aber behalt mich. Lass mich los, aber halt mich fest. Wie auch immer. Für mich als T-Online-Kunde ist der Exit beschlossene Sache, falls ich von den Telekomikern zum Kunden von Springer gemacht werde. Basta.
Esistich 10.04.2015
2. Aha. Schon wieder.
Plant die Telekom etwa schon wieder so einen Betrug wie bei den T-online Aktienausgabe? Erst die Dinger verhökern und dann für die Hälfte wieder per Zwansgsumtausch zurück holen? Hoffentlich finden sie diesmal keinen Käufer.
franxinatra 10.04.2015
3. Vertrauensbruch den Kunden gegenüber
Mag sein, dass mein bisheriges Vertrauen in die Marke 'T-Online' eine naive Illusion war; das bisherige Nachrichten (oder besser so genannte)-Angebot jedenfalls entbehrte allem, was ich von Qualitätsjournalismus erwarte. In so fern: Basisseite vermehrt ignoriert und nur das Emailportal genutzt. Dort befürchte ich nun für die Zukunft empfindliche Standardeinbußen.
westerwäller 10.04.2015
4.
... natürlich will die Telekom nicht ihr Provider-Geschäft mit Internetzugängen verkaufen, sondern nur ihre Webseite www.t-online.de
westerwäller 10.04.2015
5. Bin mal gespannt, wie viele Prozent der Leser ...
... den Artikel so missverstehen, dass damit das Internet-Provider-Geschäft der Telekom (was meist mit t-online assoziiert wird) gemeint ist ... Dabei geht es nur um eine Webseite (www.t-online.de) die sich mit der Fünftverwertung von Nachrichten beschäftigt ...
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