Schnelleres Internet Telekom und EWE tun sich bei Glasfaserausbau zusammen

Deutschland hinkt beim Glasfaserausbau hinterher. Jetzt wollen die Deutsche Telekom und der Energieversorger EWE gemeinsam Milliarden investieren.

Bunte Glasfaserkabel
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Bunte Glasfaserkabel


Die Deutsche Telekom und der niedersächsische Energieversorger EWE tun sich beim Glasfaserausbau zusammen und wollen das Netz im Nordwesten Deutschlands ausbauen. Das kündigten beide Firmen an. Für den Ausbau vor allem in ländlichen Regionen werden demnach bis zu zwei Milliarden Euro investiert. Das Glasfasernetz soll auch von anderen Firmen genutzt werden können.

Mitte 2018 soll das Gemeinschaftsprojekt starten. Zuvor muss das Kartellamt die Kooperation noch genehmigen. Geplant sei es, in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen mehr als eine Million Privathaushalte direkt ans Glasfasernetz anzuschließen und damit ultraschnelle Internetanschlüsse anzubieten.

Telekom-Chef Tim Höttges sprach sich erneut dafür aus, dass die bis ins Haus verlegten Anschlüsse nicht mehr reguliert werden. Dafür sei man in Kontakt mit der Bundesnetzagentur. Diese reguliert, zu welchen Bedingungen und Preisen andere Anbieter das Netz der Telekom nutzen können.

Bisher hinkt Deutschland beim Glasfaserausbau im internationalen Vergleich deutlich hinterher. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) können in Deutschland nur 6,6 Prozent der Haushalte auf Glasfaserkabel zurückgreifen. Im ländlichen Bereich beträgt die Abdeckung gerade einmal 1,4 Prozent.

Der Breitbandverband Breko begrüßte das Vorhaben von Telekom und EWE. "Genau so kann es gehen", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft müssten alle Netzbetreiber stärker zusammenarbeiten.

asc/dpa/Reuters



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