Deutsche Industrie: Unternehmen wollen 150.000 neue Jobs schaffen

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dapd

Schaufenster eines Arbeitsvermittlers: Neue Stellen gibt es auch in diesem Jahr

Trotz unsicherer Aussichten planen deutsche Industriefirmen im laufenden Jahr neue Mitarbeiter ein. Unternehmen wollen laut einer Umfrage 150.000 zusätzliche Stellen schaffen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte dennoch steigen.

Berlin - Die meisten Unternehmen schauen eher vorsichtig optimistisch ins Jahr. Dennoch wagen viele laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) die Einstellung neuer Mitarbeiter. Demnach wollen die Firmen das achte Jahr in Folge neue Arbeitsplätze schaffen. "Das gab es seit der Wiedervereinigung noch nie und in der Bundesrepublik zuletzt zu Zeiten des Wirtschaftswunders 1950 bis 1965", sagte DIHK-Chefvolkswirt Alexander Schumann. Die Zahl der Erwerbstätigen werde um 150.000 steigen, prognostizierte der Verband nach einer Umfrage unter 28.000 Mitgliedsfirmen.

Die Zahl der Arbeitslosen dürfte trotzdem leicht steigen - um 4000 auf 2,94 Millionen. Grund dafür ist, dass die neu geschaffenen Stellen vor allem durch Zuwanderer aus Europa und sogenannte stille Reserven, also beschäftigungslose Personen, die nicht als arbeitslos gemeldet sind, besetzt werden. "Der Jobmotor läuft auch in diesem Jahr rund, wenn auch mit niedriger Drehzahl", sagt Schumann. 2012 wurden noch mehr als 420.000 neue Stellen geschaffen.

Der DIHK rechnet für 2013 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent. Der Verband ist damit optimistischer als Bundesregierung und Bundesbank, die lediglich ein Plus von 0,4 Prozent vorhersagen. 38 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage laut DIHK-Umfrage als gut, lediglich elf Prozent als schlecht. Die Aussichten werden besser beurteilt als noch im Herbst, die Industrie rechnet sich wegen der Beruhigung der Schuldenkrise wieder bessere Exportchancen aus.

Als Risiko für den Aufschwung gilt neben dem Wiederaufflammen der Schuldenkrise vor allem ein Anstieg der Energiepreise. Im vierten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt laut vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamts mit 0,5 Prozent so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr. Das Wirtschaftsministerium erwartet ein baldiges Ende der Konjunkturschwäche. "Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft hellen sich allmählich auf", heißt es im aktuellen Monatsbericht.

kut/Reuters

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insgesamt 12 Beiträge
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    Seite 1    
1. Was ist..
vincent1958 12.02.2013
Zitat von sysopTrotz unsicherer Aussichten planen deutsche Industriefirmen im laufenden Jahr neue Mitarbeiter ein. Unternehmen wollen laut einer Umfrage 150.000 zusätzliche Stellen schaffen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte dennoch steigen. Deutsche Unternehmen wollen 150.000 Stellen schaffen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-unternehmen-wollen-150-000-stellen-schaffen-a-882949.html)
..denn nun los.Seit Monaten hört man dass die Energiewende mit den angeblich so hohen Strompreisen zur Deindustrialisierung von ganz Deutschland führen wird ...und nun das????Haben die Lobbyisten von RWE.E.on&Komplizen versagt?:-)
2.
pepe_sargnagel 12.02.2013
Zuwanderung in gleicher Höhe - schnell!! Sonst lassen sich diese Positionen doch nicht füllen! Die Deutschen sind schon so dekadent und dreist einen Lohn zu fordern. Daher leistungswillige Zuwanderer, welche für die Aufenthaltsgenehmigung arbeiten und nicht für Lohn.
3.
einfachgudd 12.02.2013
Zitat von sysopTrotz unsicherer Aussichten planen deutsche Industriefirmen im laufenden Jahr neue Mitarbeiter ein. Unternehmen wollen laut einer Umfrage 150.000 zusätzliche Stellen schaffen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte dennoch steigen. Deutsche Unternehmen wollen 150.000 Stellen schaffen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-unternehmen-wollen-150-000-stellen-schaffen-a-882949.html)
wie jetzt? die 150tausend neue Jobs werden nur von zuwanderer und stillen reserven besetzt? die aussage der DIHK sagt also schon aus das sie Jobs schaffen aber niemand einen Job bekommt, sind die Jobs schon vergeben an die Zeitarbeiterbranche oder was jetzt? und dann schaffen 28tausen unternehmen, 150tausen stellen, also ca 5 stellen im schnitt...wow..der Aufschwung kommt scheinbar bei der Industrie an, bis man den ersten Job besetzen muss, dann gehen die alle wieder pleite...auf dem Papier natürlich...
4. was für ein Nonsens
MütterchenMüh 12.02.2013
Zitat von sysopTrotz unsicherer Aussichten planen deutsche Industriefirmen im laufenden Jahr neue Mitarbeiter ein. Unternehmen wollen laut einer Umfrage 150.000 zusätzliche Stellen schaffen. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte dennoch steigen. Deutsche Unternehmen wollen 150.000 Stellen schaffen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-unternehmen-wollen-150-000-stellen-schaffen-a-882949.html)
In einer modernen Volkswirtschaft gehen Arbeitsplätze verloren und neue werden geschaffen. Das was zählt wäre ein Beschäftigungsaufbau. Alles andere ist billige Propaganda!
5.
Plasmabruzzler 12.02.2013
Zitat von ÜberschriftDeutsche Industrie: Unternehmen wollen 150.000 neue Jobs schaffen
Ich frage einmal laut, was es für "Jobs" sind? Studentenjobs, Minijobs? Diese helfen wohl niemandem auf Dauer weiter. Und wenn Unternehmen Jobs schaffen wollen, heißt es noch lange nicht, dass die Unternehmen es tatsächlich tun.
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