EU-Vergleich Deutschland importiert am meisten Schlachtvieh

Die Bundesrepublik hat 2012 mehr als 4,6 Millionen Schweine importiert. Das geht aus einer Antwort des Agrarministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor. Laut Ökopartei liegt der Transportboom unter anderem an Dumpinglöhnen in deutschen Schlachthöfen.

Schlachter: Grüne fordern weniger Tiertransporte
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Schlachter: Grüne fordern weniger Tiertransporte


Berlin - Deutschland muss sich aus Sicht der Grünen stärker für eine Vermeidung umstrittener Tiertransporte einsetzen. "Nötig sind mehr regionale Schlachthöfe und eine Begrenzung der Transportzeiten auf maximal acht Stunden", sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff. Die Bundesrepublik sei aber verantwortlich für einen Großteil der Transporte in der Europäischen Union.

Laut einer aktuellen Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Grünen-Anfrage wurden im vergangenen Jahr allein mehr als 4,6 Millionen Schlachtschweine aus anderen EU-Ländern nach Deutschland importiert. Ostendorff kritisierte, dies hänge auch mit "Dumpinglöhnen an deutschen Schlachthöfen" zusammen.

Insgesamt werden innerhalb der EU jährlich mehr als neun Millionen Schlachtschweine gehandelt, wie es in der Antwort des Ministeriums heißt. Größter Versender sind die Niederlande, das wichtigste Importland ist Deutschland. Daneben wurden im vergangenen Jahr grenzüberschreitend Schlachtrinder (565.000) und Schlachtgeflügel (470.000) gehandelt. Die Daten beziehen sich auf 27 EU-Staaten.

cte/dpa



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hubertrudnick1 10.09.2013
1. Importe
Zitat von sysopREUTERSDie Bundesrepublik hat 2012 mehr als 4,6 Millionen Schweine importiert. Das geht aus der Antwort des Agrarministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor. Laut Ökopartei liegt das unter anderem an Dumpinglöhnen in deutschen Schlachthöfen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-importiert-am-meisten-schweine-und-rinder-a-921328.html
Das ist eigentlich kaum zu glauben, denn wenn man die vielen Massentierfabrike in Deutschland sich anschaut, dann fragt man sich schon wo das ganze Fleisch bleibt? Soviel kann der Bürger niemals verbrauchen, oder werden diese Fleischberge nur ständig hin und hergeschoben, weil der Fiskus von der EU so dumm ist und dafür Subventionen hinauswirft?
susanne_tatter 10.09.2013
2. Mehr als Biosprit
Zitat von sysopREUTERSDie Bundesrepublik hat 2012 mehr als 4,6 Millionen Schweine importiert. Das geht aus der Antwort des Agrarministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor. Laut Ökopartei liegt das unter anderem an Dumpinglöhnen in deutschen Schlachthöfen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-importiert-am-meisten-schweine-und-rinder-a-921328.html
Dann importieren wir erheblich mehr Getreide, welches in Fleisch gewandelt wurde, als in Biosprit gesteckt wird. Sapperlot aber auch. Der einmal wöchentliche vegetarische Tag könnte vielen Menschen die Augen öffnen, dass es auch ohne tägliches Schnitzel funktioniert. Aber das wäre ein Eingriff in das gefühlte Grundrecht der Verschwendung. Denn der wichtigste Grundsatz ist: Freie Verschwendung für freie Bürger! Oder so ....
idealist100 10.09.2013
3. Hallo
Zitat von sysopREUTERSDie Bundesrepublik hat 2012 mehr als 4,6 Millionen Schweine importiert. Das geht aus der Antwort des Agrarministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor. Laut Ökopartei liegt das unter anderem an Dumpinglöhnen in deutschen Schlachthöfen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-importiert-am-meisten-schweine-und-rinder-a-921328.html
Bei uns gibt es doch glatt noch einen Hofladen der selber Rinder hat und schlachtet und aus der Nachbarschaft die Schweine zukauft. Ist auch nur wenig teurer aber dafür wesentlich besser und in dem Familienbetrieb arbeiten in der Metzgerei sogar 12 Menschen die davon leben können.
karteileiche007 10.09.2013
4. Begrenzung der Transportzeit auf 8 Stunden
Dann quält man die Tiere also nur ein bisschen, und das Gewissen ist wieder rein, wenn man sich dann zu jeder Mahlzeit Fleisch oder Wurst reinleiert. Ein bisschen weniger Folter vor dem Getötetwerden ändert auch nichts daran, dass die Tiere Angst, Schmerz und Leid ganz genauso empfinden wie wir Menschen. Aber daran denkt der fleischessende Konsument eben nicht gern. Genausowenig wie an die Tatsache, dass viele Tiere mit Eitergeschwüren im Schlachthof (und damit auf dem Teller) landen, und das obwohl sie zuvor doch massig mit Medikamenten behandelt wurden. Na dann weiterhin guten Appetit. Und nur nicht auf die Idee kommen, das Ausmaß des eigenen Fleischkonsums kritisch zu überdenken.
montaxx 10.09.2013
5. Reduzierung
Zitat von karteileiche007Dann quält man die Tiere also nur ein bisschen, und das Gewissen ist wieder rein, wenn man sich dann zu jeder Mahlzeit Fleisch oder Wurst reinleiert. Ein bisschen weniger Folter vor dem Getötetwerden ändert auch nichts daran, dass die Tiere Angst, Schmerz und Leid ganz genauso empfinden wie wir Menschen. Aber daran denkt der fleischessende Konsument eben nicht gern. Genausowenig wie an die Tatsache, dass viele Tiere mit Eitergeschwüren im Schlachthof (und damit auf dem Teller) landen, und das obwohl sie zuvor doch massig mit Medikamenten behandelt wurden. Na dann weiterhin guten Appetit. Und nur nicht auf die Idee kommen, das Ausmaß des eigenen Fleischkonsums kritisch zu überdenken.
Doch,daran denken etliche Leute schon.Mein Fleischkonsum ist in den letzten paar Jahren u.a. aus diesem Grund massiv zurückgegangen;zum Vegetarier reicht es bei mir in diesem Leben allerdings nicht mehr.Man muss sich nur Berichte und Fotos von gequälten Tieren beim Einkauf und beim Essen vor das geistige Auge halten,dann findet man schnell schmackhafte Alternativen.Ich glaube allerdings,der Bürger sollte darauf von selbst kommen und nicht per Verordung durch irgendwelche Parteien (welche auch immer) zur Reduzierung des Fleischkonsums gezwungen werden.
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