Gute Konjunktur Zahl der Firmenpleiten in Deutschland sinkt auf Rekordtief

In Deutschland gehen so wenige Firmen pleite wie noch nie seit der Einführung der Insolvenzordnung. Allerdings sind immer öfter große Unternehmen betroffen.

Air-Berlin-Flugzeuge
DPA

Air-Berlin-Flugzeuge


In Deutschland gehen immer weniger Unternehmen pleite. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen vergangenes Jahr um 6,6 Prozent auf 20.100. Das ist der niedrigste Stand seit Einführung der Insolvenzordnung 1999. Der letzte Anstieg war im Krisenjahr 2009, seitdem ist die Zahl der Insolvenzen nur noch gesunken.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger sind laut Bundesamt aber insgesamt gestiegen. Waren es 2016 noch 27,4 Milliarden Euro, waren es vergangenes Jahr 29,7 Milliarden Euro. Das liegt daran, dass die Amtsgerichte mehr Insolvenzen von großen Unternehmen registrierten.

Am 15. August 2017 beantragte etwa Air Berlin die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, der Flugbetrieb wurde mit Hilfe einer Bundesbürgschaft bis zum Ende Oktober 2017 fortgeführt. Teile der Gesellschaft wurden an Lufthansa und EasyJet verkauft.

Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nimmt immer weiter ab. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Amtsgerichte 71.900 Fälle, das waren 6,9 Prozent weniger als 2016. Den letzten Anstieg hatte es hier im Jahr 2010 gegeben.

hej/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.