Neun-Monats-Ergebnis Deutsche Großkonzerne erzielen Rekordgewinn

Sinkende Umsätze, steigender Gewinn: Laut Berechnung des Beratungsunternehmens EY erwirtschafteten die 100 größten deutschen Unternehmen 2016 fast 90 Milliarden Euro.

Börsenhändler in Frankfurt (Archivbild)
DPA

Börsenhändler in Frankfurt (Archivbild)


Deutschlands führende Unternehmen haben ihre Gewinne in den ersten neun Monaten des Jahres trotz Umsatzeinbußen auf einen neuen Höchststand steigern können.

Die 100 umsatzstärksten börsennotierten Firmen steigerten ihren operativen Gewinn (Earnings before interest and taxes = Ebit) gemessen am Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf insgesamt 89,5 Milliarden Euro, teilte das Beratungsunternehmen EY (Ernst & Young) mit. Das sei ein Rekord für die ersten drei Quartale eines Jahres.

Zwar fielen die Gesamtumsätze laut der Analyse um 2,7 Prozent auf 1,2 Billionen Euro. Doch dank Effizienzzuwächsen blieb davon mehr Gewinn für die Firmen übrig. So kletterte die durchschnittliche Umsatzrendite von 5,9 auf 7,4 Prozent. Verantwortlich für das starke Gewinnplus seien ferner Ergebnissprünge bei Großkonzernen, sagte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Zudem hatte es im Vorjahr einen Gewinnrückgang gegeben, daher lag die Messlatte für die Firmen nun niedriger. Banken, Versicherungen und Beteiligungsgesellschaften wurden in der Studie nicht berücksichtigt.

Für 2017 ist Meyer skeptisch. Zwar dürfte der zuletzt stark gefallene Eurokurs den Firmen Wechselkursgewinne bringen, doch politische Risiken sorgten für Unsicherheiten.

cht/dpa

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insgesamt 211 Beiträge
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discprojekt 26.12.2016
1. Also,
dann ist ja alles gut. Die werden ja ordentlich Steuern bezahlen, Leiharbeit und befristete Jobs abschaffen und Frauen gerecht bezahlen. Das sind gute Aussichten für 2017!
rt325 26.12.2016
2. na dann können sich die Angestellten ja auf ein Lohnplus freuen!
man bin ich witzig..... zum totlachen.
dbade101 26.12.2016
3. Na dann
bekommt Merkel ja zumindest von ihren Auftraggebern Lob. Des einen Freud, des anderen Leid. So ist das nun mal. Merkel erfüllt die Umverteilungsquote von unten nach oben vorbildlich. Aber ob die Stimmen des Kapitals reichen um wieder gewählt zu werden? Ich bezweifle das.
eunegin 26.12.2016
4. Danke!
Danke auch, dass soviel weitergegeben wird and diejenigen, die dies mit erwirtschaften und/oder die Voraussetzungen schaffen. (Ironie-Knopf aus...)
tommyblux 26.12.2016
5.
Aufgrund aggressiver Steuervermeidung schaut der Staat allerdings in die Röhre. Bezahlen darf das dann der einfache Bürger mit mehr und mehr Abgaben.
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