Kursmanipulation Devisenskandal kostet Banken weitere zwei Milliarden Dollar

Die Manipulationsversuche internationaler Banken waren zahlreich. Nun müssen sie dafür eine neue Rechnung zahlen: Neun Institute stimmten einem Vergleich zu - von mehr als zwei Milliarden Dollar.  

HSBC-Logo an einem Filialgebäude: Zahltag
REUTERS

HSBC-Logo an einem Filialgebäude: Zahltag


Der Skandal um manipulierte Devisenkurse kommt internationale Großbanken immer teurer zu stehen. Neun Geldhäuser müssen im Rahmen eines Vergleichs mit Investoren insgesamt rund zwei Milliarden Dollar bezahlen, teilten Anwälte, die einige der Investoren vertreten, mit.

Zu den betroffenen Geldhäusern zählen unter anderen HSBC, Barclays, BNP Paribas und Goldman Sachs. Es wurde zunächst nicht bekannt, welche Summe auf jedes einzelne Kreditinstitut entfällt. Ein Insider sagte, dass Goldman Sachs 129,5 Millionen Dollar auf den Tisch legen müsse. Bei den Banken war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Einigung ist vorläufig und muss noch von einer US-Richterin bestätigt werden.

Die Banken sollen am bislang wenig überwachten Devisenmarkt, an dem täglich fünf Billionen Dollar umgesetzt werden, getrickst haben. Die Ermittler sahen es als erwiesen an, dass Händler in den betroffenen Instituten versucht haben, an wichtigen Kursen zu schrauben, um Gewinne einzustreichen.

Im Mai mussten in dem Devisenskandal fünf Geldhäuser zusammen 5,7 Milliarden Dollar an die US-Behörden bezahlen. An dem jüngsten Vergleich waren die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland, sowie JP Morgan und Citigroup aus den USA beteiligt.

bos/Reuters

insgesamt 3 Beiträge
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winello 14.08.2015
1. Auf dem Weg in Richtung Markt
Selbst die kommunistischen Ideologen Chinas bewegen sich nun sachte in Richtung Markt. Offenbar merken selbst sie das staatliche Marktmanipulation langfristig ruinös ist. Dies im Gegensatz zu Europa wo man wie die Zauberlehrlinge immer hektischer am "schräubeln" ist...
Sonnambulo 14.08.2015
2. 5 Billionen Täglich...
Bei diesem Umsatz müssen die Banken die Strafe doch mit einem Lächeln bezahlen, weil sie wahrscheinlich mindstens das zehnfache am Gewinn gemacht haben, dafür aber keinen cent Steuer zahlen mußten... Manche regen sich auf, über Milliarden für Griechenland, oder befürchten, dass Flüchtlichnge (die oft furvhtbares erlebt haben) zu teuer werden... Niemand regt sich darüber auf, wenn mit solchen und ähnlichen Spekulationen die ganze Welt über den Tisch gezogen wird. Und ja, lieber Mitbürger, dazu gehören auch wir - Du und ich... Wenn die ganze Welt über den Tisch gezogen wird (und bei 5 Billionen am Tag ist das eine Menge!) zahlen alle drauf, denn das Geld muß von irgendwo kommen. Im Verhältnis dazu sind Milliarden für Griechenland, oder die Summen für Flüchtlichge Pinuts. Unsere Aufmerksamkeit wird allerdings geschickt gesteuert. Und es ist viel einfache, sich wegen der Flüchtlinge und Griechen aufzuregen, als zu versuchen, irgendetwas zu ändern.
Whow 14.08.2015
3. Die Deutsche Bank ist gründlicher
In den letzten Jahren wurden durchschnittlich mehr als 2 Milliarden als Rückstellung für krumme Geschäfte gebildet. Ich (Mann) acker noch an meiner ersten Million. Die Welt ist ungerecht.
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