Nationalmannschaft VW löst Mercedes als DFB-Sponsor ab

Der Bieterwettstreit um die deutsche Nationalmannschaft ist entschieden: VW löst Mercedes als Generalsponsor beim DFB ab - nach mehr als vier Jahrzehnten.

VW-Werbung auf Fußballplatz
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Der Automobilkonzern Volkswagen löst von 2019 an Mercedes-Benz als Generalsponsor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ab. Das gab der DFB am Freitag nach einer Präsidiumssitzung bekannt.

Der Stuttgarter Automobilkonzern war seit 1972 Partner des DFB, seit 1990 Generalsponsor des Verbands und der Nationalteams. Der Vertrag mit VW läuft bis zum 31. Juli 2024.

"Es passt zum DFB, dass VW mit seinem Engagement den gesamten Fußball von der Spitze bis zur Basis im Blick hat", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Die signifikante Steigerung der Einnahmen durch den neuen Vertrag gibt uns künftig als DFB mehr Spielraum, den vielfältigen Aufgaben des Verbands nachzukommen und die gemeinnützigen Zwecke noch nachhaltiger umzusetzen."

Bezüglich der Abgasaffäre bei VW ergänzte Grindel: "Auch wenn die Vorgänge nicht vergleichbar sind, eint den DFB und VW die Notwendigkeit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die richtigen Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten."

VW-Markenvorstand Herbert Diess sagte zum Deal: "Der DFB beweist mit den deutschen Nationalmannschaften Mut, Innovationskraft und den unbedingten Willen zum Erfolg. Diese Werte gelten auch für Volkswagen."

Meinungskompass

VW setzte sich im ersten Bieterverfahren überhaupt durch, nachdem die Verträge zwischen DFB und Mercedes zuvor immer wieder ohne Ausschreibung verlängert worden waren. "Wir blicken auf über vier Jahrzehnte einer spannenden und überaus erfolgreichen Partnerschaft zurück", teilte Mercedes dem Sportinformationsdienst (SID) mit: "Wir wünschen den Nationalmannschaften auch nach unserer Partnerschaft alles erdenklich Gute für eine erfolgreiche, sportliche Zukunft."

Angeblich ist VW bereit, für sein Sponsorenpaket zwischen 25 und 30 Millionen Euro an den DFB zu überweisen - pro Jahr. Das würde knapp 20 Millionen mehr in die Kassen spülen als der noch bis zum Ende 2018 laufende Vertrag mit Mercedes, das sein Angebot aber auch signifikant erhöht hatte.

asa/dpa



insgesamt 120 Beiträge
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DerBlicker 14.07.2017
1. da freuen sich die Spieler sicher
Sie dürfen jetzt bei offiziellen DFB Anlässen VW statt Mercedes fahren. Nur BVB Spieler, die eh offiziell Opel fahren, werden das gut finden.
spiegkom 14.07.2017
2. DFB kooperiert mit Unternehmen, die nachgewiesen Kunden getäucht haben
Bravo - DFB kooperiert mit Unternehmen, die nachgewiesen Kunden getäucht haben.
milhouse_van_h. 14.07.2017
3. Geld ist wohl genug da
Na, dann scheint der VW Konzern die Abgasaffäre ja finanziell gut überstanden zu haben. Es ist ja ohnehin sinnvoller, wenn man den Fußball sponsort, als dass man die eigenen Kunden entschädigt, nachdem man sie belogen und vorsätzlich getäuscht hat.
Viking 17 14.07.2017
4. Das passt
doch bestens. Wer jetzt noch VW kauft sollte sich überlegen, um wieviel sein Auto deshalb zu teuer ist, weil VW meint die "notleidenden" DFB-Kicker unterstützen zu müssen. Dieses Geld sollte VW besser dafür einsetzen, die betrogenen Kunden zu entschädigen.
laracrofti 14.07.2017
5. Na denn, dann kommt
mehr Geld in die DFB-Kassen, hoffentlich profitieren auch die Amateure und Jugendlichen davon.
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