Arbeitsmarkt DGB warnt vor Missbrauch von Flüchtlingen für Billigjobs

"Das machen wir nicht mit": Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert im SWR, dass Flüchtlinge nicht als Billigarbeitskräfte eingesetzt werden. Eine Aussetzung des Mindestlohns sei mit dem DGB nicht zu machen.

DGB-Chef Hoffmann: Flüchtlinge sollen zu Bedingungen arbeiten wie Deutsche
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DGB-Chef Hoffmann: Flüchtlinge sollen zu Bedingungen arbeiten wie Deutsche


Viele Flüchtlinge hoffen auf einen Job in Deutschland. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Arbeitgeber daher nun davor gewarnt, Menschen in finanzieller Notlage als billige Arbeitskräfte auszunutzen.

"Wir machen nicht mit, wenn Flüchtlinge als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden sollen", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann im Südwestrundfunk (SWR). Eine Aussetzung des Mindestlohns für Flüchtlinge sei mit den Gewerkschaften nicht zu machen. Vielmehr müssten diese Menschen "zu Bedingungen arbeiten können, die denen deutscher Arbeitnehmer entsprechen". Gesprächsbereit zeigte sich Hoffmann indes bei der Frage eines erleichterten Zugangs von Flüchtlingen zur Leiharbeit und damit zum Arbeitsmarkt.

Angesichts der anstehenden Integration Hunderttausender Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt hatte auch die Gewerkschaft Ver.di Unternehmen davor gewarnt, geltende Vorschriften zu unterlaufen. Tarifliche und gesetzliche Mindestlöhne müssten eingehalten werden, sagte der für Politik und Planung zuständige Ver.di-Bereichsleiter Michael Fischer. Zudem dürften Flüchtlinge nicht mit Langzeitarbeitslosen gleichgestellt werden, die teilweise vom Mindestlohn ausgenommen sind.

bos/dpa

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