Klage am Stuttgarter Landgericht Ex-VW-Chef Winterkorn will nicht als Zeuge aussagen

Martin Winterkorn soll in der Dieselaffäre aussagen - der ehemalige Volkswagen-Chef möchte jedoch nicht in den Zeugenstand. Ob er damit durchkommt, muss das Landgericht Stuttgart entscheiden.

Martin Winterkorn
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Martin Winterkorn


Der ehemalige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn will in den Verfahren um die "Dieselgate"-Klagen von Anlegern nicht als Zeuge aussagen. Winterkorn berufe sich auf sein Recht, die Aussage zu verweigern, erklärte das Landgericht in Stuttgart.

Ob Winterkorn dem Prozess tatsächlich fernbleiben darf, steht noch nicht fest. Eine sogenannte Abladung sei noch nicht erfolgt, teilte das Gericht mit.

Nach Bekanntwerden der Abgasaffäre hatte die Volkswagen-Aktie Chart zeigen deutlich an Wert eingebüßt. Anleger, die dadurch Geld verloren haben, werfen VW und der Dachgesellschaft Porsche SE Chart zeigen vor, sie hätten die Märkte zu spät über die Dieselprobleme informiert. Beide Unternehmen weisen dies zurück.

Neben Winterkorn hat das Landgericht für den Herbst noch zahlreiche weitere, teils hochrangige Zeugen aus der Autobranche geladen. Mehrere von ihnen kündigten bereits an, nicht aussagen zu wollen. Winterkorn ist für den 16. November geladen.

Gegen Winterkorn selbst laufen Ermittlungen unter anderem wegen möglicher Marktmanipulation. Der frühere Volkswagen-Vorstandsvorsitzende bestreitet die Vorwürfe.

ire/dpa



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