Dieselkrise Autozulieferer Bosch baut Hunderte Stellen ab

Der Autozulieferer Bosch macht die gesunkene Nachfrage nach Dieselfahrzeugen für einen größeren Jobabbau verantwortlich. Insgesamt sind bereits 600 Stellen gestrichen worden.

Bosch-Niederlassung in Renningen
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Bosch-Niederlassung in Renningen


Der Zulieferer Bosch hat nach eigenen Angaben infolge der Dieselkrise im vergangenen Jahr zahlreiche Arbeitsplätze in der Antriebstechnik gestrichen. In den Werken im saarländischen Homburg und im bayerischen Bamberg seien insgesamt 600 Stellen abgebaut worden, sagte der zuständige Bereichsvorstand Uwe Gackstatter der Branchenzeitung "Automobilwoche".

Ein Sprecher des Unternehmens sagte, es handle sich jeweils zur Hälfte um Vorruhestandsregelungen bei festen Mitarbeitern und um nicht verlängerte befristete Verträge. Da die Nachfrage nach Dieselautos sinke, riefen die Kunden auch weniger Komponenten dafür bei Bosch ab, begründete der Sprecher den Abbau.

Laut "Automobilwoche" fürchten Arbeitnehmervertreter auch im laufenden Jahr weitere Stellenstreichungen. Dazu wollte Bosch keine Prognose abgeben. Bei dem Zulieferer hängen weltweit rund 50.000 Arbeitsplätze am Diesel, davon rund 15.000 in Deutschland. Bosch verhandle derzeit mit den Arbeitnehmern über Ersatztechnologien, heißt es in dem Bericht weiter. Es sei aber noch unklar, ob die Jobverluste dadurch ausgeglichen werden könnten.

mmq/dpa



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aus-berlin 07.01.2019
1. Nach dem FDP Motto
Ganz getreu dem FDP Motto: lieber keine Arbeitsplätze als schmutzige Arbeitsplätze.
realist1964 07.01.2019
2. Ist doch in Ordnung
Die chemische Industrie haben wir stark beschnitten, die Energieindustrie wickeln wir ab. Und nun weiter mit der Automobilindustrie. Mal schauen, bis auch der letzte dumpfdoofe Wähler der Grünen merkt, das wir nur mit Kartoffelanbau nicht weit kommen. Und wir uns die Alimentierung neuer Bevölkerungsgruppen nicht mehr leisten können. Auch das Geld muss ja erst erwirtschaftet werden. Das wird noch ungemütlich, wenn die weniger Geld kriegen.
unpolit 07.01.2019
3. Schon der zweite Beitrag
Zitat von realist1964Die chemische Industrie haben wir stark beschnitten, die Energieindustrie wickeln wir ab. Und nun weiter mit der Automobilindustrie. Mal schauen, bis auch der letzte dumpfdoofe Wähler der Grünen merkt, das wir nur mit Kartoffelanbau nicht weit kommen. Und wir uns die Alimentierung neuer Bevölkerungsgruppen nicht mehr leisten können. Auch das Geld muss ja erst erwirtschaftet werden. Das wird noch ungemütlich, wenn die weniger Geld kriegen.
schafft es, einen Zusammenhang zu "neuen Bevölkerungs-Schichten" herzustellen. Auf wen haben eigentlich die Pferdeknechte eingetreten, als das Automobil aufkam? Und: falls Sie etwas radioaktiven Abfall wünschen - wenden Sie sich an das KKW ihres Vertrauens. Die senden ihnen sicher gern ein Fass davon.
Interzoni 07.01.2019
4. War klar,
dass die hausgemachte "Dieselkrise" jetzt bei jeder Gelegenheit als Begründung für Jobabbau herhalten muss. Die Verantwortlichen für das Abgaskartell, zu dem Bosch ja gehört, werden selbstverständlich ungeschoren davon kommen.
ronald1952 07.01.2019
5. Ich glaube das wir
in diesem Jahr einige Überraschungen erleben werden, denn jetzt wird damit angefangen unsere Industrie zu Erledigen,koste es was es wolle. Wenn wir was Retten wollen von unsere bisher so Angenehmen leben sollten wir jetzt damit anfangen gegen diejenigen Vorzugehen die uns unseren Lebensstil so Neiden und davon gibt es wohl einige. Manchmal habe ich den Eindruck wir befinden uns auf den Rückweg ins Mittelalter die herrschende Gier würde wohl dazu passen. ganz wenige Reiche und viele Arme Menschen. Trotz aller Technischen Fortschritte die wir gemacht haben, trotz aller Widerstände der Adligen und Reichen ist es dem gemeinen Vokl gelungen sich zu Befreien und das oft unter geradezu Unmenschlichen Repressalien die Sie zu dulden hatten.Es sollte gerade hier in Deutschland an der Zeit sein einiges Grundlegend zu verändern auf Demokratischen Wegen bevor es den Rechten gelingt bei uns wieder richtig Fuß zu fassen. Leider ist es der Unwillen der Politiker/innen die uns ins Chaos stürzen werden. Bosch baut Stellen ab dann werden die anderen auch bald damit anfangen. Aber, wir werden das ja schaffen, Gelle? schönen Tag noch,
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