US-Kartellwächter genehmigen Übernahme Disney darf Fox kaufen - unter Auflagen

Disney gewinnt im Bieterkampf um den Konkurrenten 21st Century Fox an Vorsprung. Das Justizministerium genehmigte den Mega-Deal - unter bestimmten Bedingungen.

Micky Maus in Disneyland
DPA

Micky Maus in Disneyland


Der US-Medienkonzern Disney hat im Bieterkampf um den Konkurrenten 21st Century Fox einen wichtigen Erfolg verbucht. Die US-Wettbewerbshüter haben einer Übernahme unter Auflagen zugestimmt, wie das Justizministerium mitteilte. Die Genehmigung ist an die Bedingung geknüpft, 22 regionale Sportsender von Fox zu verkaufen, um Disneys Marktmacht zu limitieren. Disney selbst betreibt den Sportsender ESPN.

Durch die Entscheidung der Kartellwächter steigt der Druck auf den US-Kabelkonzern Comcast, der sich mit Disney einen Bieterkampf um die Fox-Anteile geliefert hatte. Disney hatte sein Angebot vor etwa einer Woche auf 71,3 Milliarden Dollar nachgebessert, nachdem Comcast mit 65 Milliarden Dollar ebenfalls als möglicher Käufer eingestiegen war. Zuvor hatte sich Disney eigentlich bereits im Dezember mit Fox geeinigt, den Großteil des Film- und Fernsehgeschäfts für 52,4 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Die Unternehmen erwarten durch die Übernahme Kostenersparnisse von mindestens zwei Milliarden Dollar. Experten rechneten schon im Voraus mit Auflagen, sollte die Transaktion genehmigt werden.

Disney möchte mit dem Deal zahlreiche TV- und Filminhalte übernehmen, und damit seine Anteile in wachsenden Streaming-Markt ausbauen. Außerdem geht es um Kabel-Infrastruktur und Produktionsstudios. Ausgenommen von der Übernahme sind Fox' Nachrichtensender Fox News und der größte Sportsender des Konzerns.

ire/dpa



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