München - Die Milliardärsfamilie Quandt kann sich dank eines weiteren Rekordjahrs beim Autobauer BMW auf mehr als 700 Millionen Euro Dividende einstellen. Der Konzern will angesichts der Bestwerte für das vergangene Jahr die Ausschüttung an die Aktionäre von 2,30 auf den Rekordwert von 2,50 Euro je Stammaktie erhöhen. Die drei Großaktionäre Johanna Quandt, Stefan Quandt und Susanne Klatten halten zusammen 46,7 Prozent an BMW und werden gemeinsam rund 703 Millionen Euro kassieren. Die Hauptversammlung muss den Dividendenvorschlag allerdings noch formell bestätigen.
Die Quandts hatten schon im vergangenen Jahr kräftig von ihrer BMW-Beteiligung profitiert. Damals kamen sie zusammen auf rund 600 Millionen Euro.
Der Münchner Autohersteller verdiente 2012 unter dem Strich 5,1 Milliarden Euro - 4,4 Prozent mehr als 2011. Der Umsatz stieg dank der ungebrochenen Autonachfrage vor allem in Übersee um 11,7 auf knapp 77 Milliarden Euro. Damit hält BMW auch den Erzrivalen Audi weiter auf Distanz. Die VW-Tochter hatte zwar 2012 ebenfalls einen Absatzrekord verbucht, verdiente aber unter dem Strich etwas weniger Geld.
Überraschend verkündete BMW am Donnerstag auch den Rücktritt von Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt. Der Top-Manager gehe zum 1. April auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen. Die Nachfolge übernimmt Vorstandsmitglied Harald Krüger, der bisher für die Marken Mini, Rolls-Royce und die Motorradsparte zuständig ist. Krügers Aufgaben verantwortet künftig Peter Schwarzenbauer, der zuletzt im Vorstand des Rivalen Audi tätig war.
stk/dpa/Reuters
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