Beste Aktien So viel Dividende schütten deutsche Unternehmen aus

Die Aktionäre deutscher Konzerne können sich in diesem Jahr über üppige Dividenden freuen. Hier sind die erfolgreichsten Aktien.

Bulle vor der Frankfurter Börse
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Bulle vor der Frankfurter Börse


Mehr als 600 börsennotierte deutsche Unternehmen schütten in diesem Jahr rund 42,3 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus. Das hat die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) berechnet.

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Dividenden im Dax: Die Top 5 der großen Unternehmen
Ob der Rekord des Vorjahres von 42,4 Milliarden Euro noch geknackt werde, hänge davon ab, wie stark der Dax-Konzern VW die Dividende kappe, teilten die Aktionärsvertreter mit. Volkswagen hatte wegen der Abgasaffäre die Veröffentlichung seiner Bilanz auf Ende April verschoben.

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Dividenden im MDax: Die Top 5 der mittleren Unternehmen
Viele deutsche Anleger gehen allerdings leer aus: Denn rund 64 Prozent der Dax-Unternehmen gehören ausländischen Investoren. "Von den rund 30,1 Milliarden Euro, die die 30 größten deutschen AGs an ihre Anteilseigner ausschütten, landen im Durchschnitt über 19 Milliarden Euro nicht in den Geldbeuteln deutscher Anleger", sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler.

Zwar wagen sich die eher börsenscheuen Deutschen angesichts von Niedrigzinsen für Sparbuch und Co. wieder stärker an den Aktienmarkt. Knapp neun Millionen Menschen besaßen nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts im vergangenen Jahr Aktien und/oder Anteile an Aktienfonds - das ist der höchste Stand seit 2012 mit knapp 9,5 Millionen Aktionären.

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Dividenden im SDax: Die Top 5 der kleinen Unternehmen
Das meiste Geld steckt laut Bundesbank aber nach wie vor in kurzfristigen Bankeinlagen sowie Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Für die Aktionärsvertreter ist die Zurückhaltung nicht nachvollziehbar. Augenscheinlich hätten die deutschen Anleger kein Vertrauen in ihre Wirtschaft, sagt Tüngler.

Rekorddividenden gibt es in diesem Jahr vor allem in der zweiten und dritten Börsenliga. Gesellschaften im MDax schütten insgesamt 13,4 Prozent mehr aus als im Vorjahr - nur der kriselnde Baukonzern Bilfinger und Online-Modehändler Zalando lassen ihre Aktionäre der DSW zufolge leer ausgehen. Den größten Sprung gibt es mit plus 24 Prozent im SDax, im TecDax sind es 4 Prozent mehr.

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Dividenden im TecDax: Die Top 5 der Technologieunternehmen
Der Anstieg der Dividenden dürfte auch damit zusammenhängen, dass die Kassen vieler Unternehmen prall gefüllt sind. Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens EY verfügten allein die Dax-Konzerne Ende 2015 zusammengerechnet über 64,3 Milliarden Euro an Cash-Reserven. 24 von 29 Konzernen im Dax erhöhen die Ausschüttung. Den dicksten Dividendenscheck stellt der DSW zufolge mit 3,5 Milliarden Euro der Autobauer Daimler aus, gefolgt von der Allianz (3,3 Milliarden Euro) und Siemens (3,1 Milliarden Euro). Das stärkste Dividenden-Plus im Dax beschert der Baustoffkonzern HeidelbergCement seinen Anteilseignern (plus 73 Prozent).

Fünf Dax-Konzerne gehören zu den größten Kapitalvernichtern

Die Aktionärsvertreter sind mit bescheideneren Dividenden einverstanden, wenn das Unternehmen Wachstum finanzieren muss. Grundsätzlich sollten aber rund 50 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden: "Schließlich gilt es, die Anteilseigner, die das Kapitalrisiko tragen, in angemessener Weise an dem Unternehmensgewinn zu beteiligen", sagt Tüngler.

Davon sind viele Unternehmen allerdings weit entfernt, vor allem abseits von Dax und Co. Gut 50 Prozent der sogenannten Nebenwerte lassen der DSW zufolge ihre Aktionäre sogar leer ausgehen.

Und nicht immer erweisen sich die Unternehmensanteile als Glücksgriff. So zählten fünf Dax-Konzerne der DSW zufolge 2015 zu den größten Kapitalvernichtern an den Börsen. In der Negativliste von 50 deutschen AGs mit besonders hohen Kursverlusten finden sich neben Deutscher Bank und Commerzbank die Energiekonzerne RWE und E.on sowie der inzwischen nicht mehr im Dax vertretene Rohstoffkonzern K+S.

Für manche Aktionäre ist das doppelt bitter: So gehen die Anteilseigner der Deutschen Bank nach einem Rekordverlust des Instituts von 6,8 Milliarden Euro leer aus. RWE streicht nach roten Zahlen die Dividende für Stammaktionäre komplett, Vorzugsaktionäre erhalten eine Mini-Ausschüttung.

nck



insgesamt 9 Beiträge
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MartinHa 06.04.2016
1. Wen interessiert die Gesamtausschüttung?
Wäre es nicht interessanter, eine Rangfolge zu erstellen, wo die Dividende als Prozentsatz des Kurswerts dargestellt wird? Dies ist letztlich das, was einen Anleger interessiert.
inline 06.04.2016
2. Super!
Aber leider fehlen noch ein paar weitere Zahlen. Speziell den Aktionär dürfte wohl am meisten noch interessieren wie viel es überhaupt pro Aktie gab. So ist der Artikel -und auch das Ranking- ziemlich unbrauchbar.
Palmdale 06.04.2016
3. ernsthaft?
Wie kann man denn ernsthaft bei einem ausgewiesenen Verlust von knapp 7 Milliarden eine Dividende erwarten? Wie krank ist das denn? Eh schon ungerecht, dass die Kapitalertragssteuer nur 25% beträgt und die normalen abhängig Beschäftigten wesentlich mehr zahlen dürfen...
michlauslöneberga 06.04.2016
4. Interessant ist
neben dem KGV doch vor allem die Rendite pro Investition, wer z. B. eine Allianz Aktie für unter 100 € in`s Depot gelegt hat, hat durchaus eine anständige Rendite erzielt, Eine Aktie erworben nach dem Flucht aus dem Euro Motto kann da vielleicht weniger Spaß machen.
remende 06.04.2016
5. Aber die Dividende
wurde schon mit der Körperschaftssteuer belastet die nicht mehr mit der Einkommenssteuer verrechnet werden kann !
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