Dollarschwäche Goldpreis klettert auf neues Rekordhoch

Die Rekordjagd geht weiter: Der Goldpreis ist auf ein neues Allzeithoch von mehr als 1043 US-Dollar je Feinunze geklettert. Experten begründen den Anstieg mit Spekulationen über das Ende des Dollars als Ölwährung.

Goldbarren: Der Run auf das Edelmetall geht weiter
REUTERS

Goldbarren: Der Run auf das Edelmetall geht weiter


London - Der Goldpreis ist am Dienstag auf einen neuen Rekordstand gestiegen: Die Dollarschwäche trieb den Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) in der Spitze auf 1043,45 US-Dollar. Damit wurde die alte Rekordmarke vom März 2008 bei 1030,80 Dollar übertroffen. Spekulationen über eine angebliche Ablösung des US-Dollar als Abrechnungswährung für Rohöl hatten den Dollar am Morgen unter Druck gesetzt und den Goldpreis entsprechend in die Höhe getrieben.

Die Spekulationen um die Rolle der US-Währung im Rohstoffgeschäft wurden von einem Bericht der britischen Tageszeitung "The Independent" angeheizt. Demnach erwägen die arabischen Golfstaaten, den Dollar im Rohölhandel durch einen Korb aus Währungen und Gold zu ersetzen. Die Ölstaaten dementierten den Bericht zwar, Experten sprachen jedoch von einem psychologischen Effekt. "Das reiht sich in eine Reihe von Versuchen ein, die Rolle des Dollar als Weltleitwährung zu schwächen", sagte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.

Zusätzlich stützt nach Einschätzung der Commerzbank die robuste physische Nachfrage in Indien im Vorfeld wichtiger religiöser Feiertage und der Hochzeitssaison den Anstieg beim Goldpreis.

böl/dpa/Reuters

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jinky, 08.07.2009
1.
Zitat von sysopWeltweit kehren die Banken zum gewohnten Geschäft zurück - als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Müssen Wall Street und Londoner City umsteuern oder ist ist die Chance der Branche vertan, der Gier Grenzen zu setzen?
Sie hätten umsteuern müssen bzw. man hätte sie zu einem Umsteuern zwingen müssen.
Pinarello, 08.07.2009
2.
Zitat von sysopWeltweit kehren die Banken zum gewohnten Geschäft zurück - als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Müssen Wall Street und Londoner City umsteuern oder ist ist die Chance der Branche vertan, der Gier Grenzen zu setzen?
Warum sollten diese Gangster umsteuern? Jetzt gibt es doch unbegrenzten Kredit vom Staat der auch noch gleich die Verluste übernimmt! Also dann, warten halt bis zur nächsten Krise, die natürlich weit weit schlimmer werden wird, aber warum sollten denn die Politiker ausgerechnet gegen die Leute was unternehmen, von denen sie bezahlt werden und von denen sie ihre Befehle empfangen, hat doch dieses Mal ausgezeichent geklappt, die Folgen dieses Finanzverbrechens dem arbeitenden Bürger und Steuerzahler in die Schuhe zuschieben, genau so stellt sich die Finanzelite doch die Weltherrschaft vor.
schensu 08.07.2009
3.
Zitat von sysopWeltweit kehren die Banken zum gewohnten Geschäft zurück - als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Müssen Wall Street und Londoner City umsteuern oder ist ist die Chance der Branche vertan, der Gier Grenzen zu setzen?
Pah, als ob da unsere Meinung zählte! Das Ganze ist ein Selbstläufer, abgehoben von bekannten Realitäten zum Nutzen Weniger und ggf. Schaden Vieler. Ich brauch die jedenfalls mal gar nich.
Schelm-77 08.07.2009
4. Die Banken kehren zum gewohnten Geschäft zurück...
Am effektivsten läßt sich die Geldgier der Banker stoppen indem man sie einfach weitermachen läßt. Der nächste Crash wird einen frischen Wind durch die meist hohlen Köpfe der Finanzgenies pusten. Einen neuen weltweiten Rettungsfonds wird es dann mit Sicherheit auch nicht mehr geben. Der normalen Anleger sollte sein Geld allerdings vorher in Sicherheit bringen und in Edelmetalle, Edelsteine oder Immonbilien investieren. Im Zweifelsfalls tut es übergangsweise auch der bewährte Sparstrumpf. Den Banken geht es in erster Linie um ihr eigenes Wohl, dementsprechend sollte auch jeder Bürger erst einmal an sich selbst denken und ein erhöhtes Mißtrauen in Sachen Finanzwirtschaft aufbauen.
THM, 08.07.2009
5.
Zitat von sysopWeltweit kehren die Banken zum gewohnten Geschäft zurück - als hätte es die Finanzkrise nie gegeben. Müssen Wall Street und Londoner City umsteuern oder ist ist die Chance der Branche vertan, der Gier Grenzen zu setzen?
Noch erstaunlicher als die Unfähigkeit dieser Branche ist deren dreiste Gier.
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