Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn arbeitet künftig für ukrainische Bank

Neue Aufgabe für Dominique Strauss-Kahn: Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds sitzt künftig im Aufsichtsrat einer ukrainischen Bank. Geholt hat ihn der zweitreichste Mann des Landes.

Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn: Neue Aufgabe in der Ukraine
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Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn: Neue Aufgabe in der Ukraine


Die ukrainische Bank Kredit Dnipro hat ein neues prominentes Mitglied: Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, rückt in den Aufsichtsrat des Geldhauses.

Neben dem Franzosen arbeiteten künftig fünf weitere internationale Finanzexperten als Berater der Bank, berichtete die russische Zeitung "Komsomolskaja prawda". Die Bankdirektorin Jelena Malinskaja bezeichnete den Schritt als eine "großartige Möglichkeit", sich mit der "einzigartigen Erfahrung" der ranghohen Ökonomen Unterstützung zu holen.

Die 1993 gegründete Bank Kredit Dnipro hat nur einen Aktionär: eine Firma, die dem Großunternehmer und Milliardär Wiktor Pintschuk gehört. Er ist der Schwiegersohn von Ex-Präsident Leonid Kutschma und gilt nach Rinat Achmetow als zweitreichster Mann der Ukraine.

Strauss-Kahn war 2011 wegen Vergewaltigungsvorwürfen von seinem Posten als IWF-Chef zurückgetreten. Der in Frankreich als DSK bekannte einstige Spitzenpolitiker musste auch seine Ambitionen aufgeben, 2012 für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat anzutreten. Strafrechtlich landete der Vorwurf nie vor Gericht, eine Zivilklage wurde außergerichtlich beigelegt.

Im vergangenen Jahr war er vom Strafgerichtshof in Lille vom Vorwurf der organisierten Zuhälterei freigesprochen worden. In dem Prozess gegen Strauss-Kahn und 13 weitere Angeklagte ging es um zwölf Sexpartys in den Jahren 2008 bis 2011.

brk/dpa



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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Der Achtsame 04.02.2016
1. Man kann ihn mögen..oder auch nicht..
seine internationalen Kontakte und Kenntnisse sind mit Sicherheit ihr Geld wert...
telos 04.02.2016
2. Noch einmal eine Chance
Erfahrene, ranghohe Ökonomen haben überall auf der Welt gute Chancen, in ihrem Metier weiter beim großen Geschäft mitzumischen. Es sei ihm gegönnt. Er hat somit eine erneute Chance innerlich zu wachsen, wenn er klug ist, nutzt er diese Möglichkeit.
shopper34 04.02.2016
3. Zimmermädchen
Man muss nur alle moldawischen Zimmermädchen von ihm fernhalten, dann wird er schon keinen Schaden anrichten ......
pb-sonntag 04.02.2016
4. Ich glaube, ...
... da passt er gut hin, in die Ukraine, zu den dortigen Banken, zu dem Präsidenten. Toll!
K:F 04.02.2016
5. Strauss-Kahn ist Franzose
und da ist das akzeptabel. Jeder andere wäre tief gefallen, S-K. nicht. Franzosen mögen das. Ist wie Revolution, gegen jede Regel. Der Mann ist eine Schande.
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