Führungswechsel Erster schwarzer Chef für McDonald's

Schicke Kaffeetheken und viel Grünzeug - mit einem Imagewechsel hat die Fastfood-Kette McDonald's in den vergangenen Jahren neue Kunden gewonnen. Der Mann hinter der Strategie war Konzernchef Jim Skinner - nun verlässt er den Konzern. Sein Nachfolger wird erstmals ein Schwarzer.

Künftiger McDonald's-Chef Don Thompson: Zum 1. Juli soll er die Führung übernehmen
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Künftiger McDonald's-Chef Don Thompson: Zum 1. Juli soll er die Führung übernehmen


Oak Brook - Bei der weltgrößten Fastfood-Kette McDonald's steht ein Chefwechsel bevor. Zum 1. Juli wird Don Thompson die Führung übernehmen, der schon seit 2010 für das Tagesgeschäft zuständig ist. Der 48-Jährige wird der erste Afroamerikaner an der Spitze von McDonald's sein.

Sein Vorgänger Jim Skinner zieht sich nach 41 Jahren beim Hamburger-Brater zurück. Er hatte sich vom Restaurantmanager-Lehrling in die Chefetage hochgearbeitet. Der 67-Jährige führt den Konzern seit November 2004 und hat McDonald's in dieser Zeit stark verändert. Er verordnete den Restaurants eine schickere Ausstattung und bot den Kunden neben den traditionellen Kalorienbomben auch gesünderes Essen wie Salate an.

Als besonders gute Idee erwiesen sich jedoch die McCafé-Theken mit Kaffee-Spezialitäten, mit denen McDonald's Chart zeigen auch Kaffeehausketten wie Starbucks unter Druck setzen konnte.

McDonald's bedient in seinen 33.000 Restaurants weltweit knapp 68 Millionen Kunden pro Tag und hat 1,7 Millionen Mitarbeiter.

Einer von ihnen ist Don Thompson. Er war von 2006 bis 2010 Chef des US-Geschäfts und hatte es in dieser Zeit geschafft, McDonald's unbeschadet durch die harte Wirtschaftskrise zu steuern, während die Konkurrenz Schwäche zeigte. Schon deswegen galt er als aussichtsreicher Anwärter auf den Chefposten. Thompson war einst als Elektroingenieur zu McDonald's gekommen.

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insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
ginjoko 22.03.2012
1.
Zitat von sysopAPSchicke Kaffeetheken und viel Grünzeug - mit einem Imagewechsel hat die Fastfood-Kette McDonald's in den vergangenen Jahre neue Kunden gewonnen. Der Mann hinter der Strategie war Konzernchef Jim Skinner - nun verlässt er den Konzern. Sein Nachfolger wird erstmals ein Schwarzer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,822932,00.html
Warum muss die Ethnie hervorgehoben werden? Die Meldung, der Name und ein Foto hätten gereicht. Gerade deshalb wird dies sonst als Annomalie angesehen. Nun wird in der Kaffeepause nicht darüber gesprochen, das McDonald's einen neuen CEO hat, sondern dass erstmals ein Schwarzer - hätten Sie hiernach noch ein "Mensch" angehängt, läge ich auf dem Boden - den Vorsitz übernommen hat.
sSLA 22.03.2012
2. Befremdlich
Das es im Jahr 2012 eine Schlagzeile wert ist, die die Hautfarbe betrifft, finde ich sehr befremdlich. Who cares? Was der Mann kann und was nicht, das mag die Headline sein. Aus meiner Sicht kann der Autor dann ja gleich mal untersuchen, welcher Mc Chef mal grüne Augen hatte und falls noch keiner mit grünen Augen dabei war, dann beim nächsten Führungswechsel daraus die Schlagzeile stricken. Falls es eine Gendersachee wäre und zum ersten Mal eine Frau in einem zuvor männerdominierten Unternehmen zum CEO wird, gut, da kann noch was draus gemacht werden. Aber wegen der Hautfarbe? Gehts noch? Da muß ich eigentlich mal suchen, ob es auch einen Artikel gab, der sich mit dem Nachfolger von Herrn Ackermann beschäftigt. Die Haut dieses aus Indien stämmigen Menschen ist doch auch nicht weiss. Schlagzeile: Erster bronzefarbener Chef für die Deutsche Bank.... Absurd. Befremdlich.
mitchomitch 22.03.2012
3. So what?
Zitat von sysopAPSchicke Kaffeetheken und viel Grünzeug - mit einem Imagewechsel hat die Fastfood-Kette McDonald's in den vergangenen Jahre neue Kunden gewonnen. Der Mann hinter der Strategie war Konzernchef Jim Skinner - nun verlässt er den Konzern. Sein Nachfolger wird erstmals ein Schwarzer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,822932,00.html
Ich frage mich, wieso das so hervorgehoben werden muss, dass der Mann ein Schwarzer ist? Was hat denn die Hautfarbe des Mannes mit seinen Qualitäten als Geschäftsführer zu tun? Irgendwie höre ich bei solchen Meldungen immer einen latenten Rassismus heraus, auch wenn es vielleicht ganz anders gemeint ist.
Sherlock70 22.03.2012
4. Warum traut es sich keiner zu sagen?
Zitat von mitchomitchIch frage mich, wieso das so hervorgehoben werden muss, dass der Mann ein Schwarzer ist? Was hat denn die Hautfarbe des Mannes mit seinen Qualitäten als Geschäftsführer zu tun? Irgendwie höre ich bei solchen Meldungen immer einen latenten Rassismus heraus, auch wenn es vielleicht ganz anders gemeint ist.
Ich sage jetzt einfach mal das offensichtliche, vor dem sogar SPON zurückschreckte: Der Mann hat RIESEN Hände.
gibbonnobbig 22.03.2012
5.
Die Hautfarbe hervorzuheben perpetuiert die Ansicht, dass Hautfarbe angeblich eine Rolle spielt, was wohl genau dem Gegenteil von dem entspricht, was der Autor ausdrücken wollte. Aber gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von gut gemacht.
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