USA Kasino Trump Taj Mahal schließt

Mehrmals meldete der US-Präsidentschaftskandidat Trump mit seinem Kasino Insolvenz an, dann zog er sich aus Atlantic City zurück. Nun schließt das Trump Taj Mahal ganz.

REUTERS

Als das Trump Taj Mahal 1990 eröffnet wurde, war Donald Trump hin und weg. Geld, Pomp und Luxus waren ganz nach dem Geschmack des Unternehmers, er soll sein Kasino sogar als "das achte Weltwunder" gepriesen haben. Von diesem Glanz ist nicht mehr viel übrig geblieben: Trump hat sich längst aus dem Kasino Atlantic City zurückgezogen, nur sein Name leuchtet noch rot am Gebäude. Im September wird auch das ein Ende haben.

Das Kasino werde nach dem Feiertag Labour Day Anfang September geschlossen, teilte das Trump Taj Mahal mit. Milliardär Carl Icahn - Freund von Trump - habe entschieden, es angesichts der monatlichen Millionenverluste nicht länger zu unterstützen. 3000 Menschen verlieren ihre Jobs.

Er habe in den vergangenen Monaten fast 100 Millionen Dollar durch das Trump Taj Mahal verloren, sagte Icahn der Nachrichtenagentur AP. Zuletzt habe ein Streik der Belegschaft die Situation verschärft. Die Angestellten hatten mehr Lohn und eine bessere Krankenversicherung gefordert.

Zeitweise gehörten Trump drei Kasinos in Atlantic City, bis er sich 2009 mehr oder weniger ganz aus der Stadt zurückzog. Das Taj Mahal war sein ganzer Stolz: Eine Milliarde Dollar soll es laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung" gekostet haben, allein für die Kronleuchter soll Trump angeblich einen zweistelligen Millionenbetrag bezahlt haben. Nach dem Verkauf hielt Trump bis März dieses Jahres im Gegenzug für seinen Namen noch eine Beteiligung am Trump Taj Mahal.

Auch wenn den US-Präsidentschaftskandidaten der Republikaner heute nicht mehr viel mit dem Kasino verbindet - zu seinem Aus hat Trump massiv beigetragen. Mehrere Male meldete das Kasino bereits Insolvenz an, als der Milliardär noch das Sagen hatte. Seine Investitionen und Fehlentscheidungen trugen maßgeblich zur Misere bei. Die Pleite bedrohte auch seine finanzielle Existenz, am Ende verkaufte Trump das Taj Mahal.

Das steht in krassem Gegensatz zu dem Bild, das Trump im Wahlkampf gerne von sich vermittelt: Immer wieder betont er sein Geschick als Geschäftsmann, prahlt mit seinen Milliarden und seinen Firmen - und auch mit dem Trump Taj Mahal.

Daran hält eine Sprecherin des US-Präsidentschaftskandidaten fest: "Mr. Trump hat eine gewaltige Summe Geld zu den Hochzeiten in Atlantic City gemacht", sagte sie. Er sei dort seit sieben Jahren nicht mehr aktiv, aber viele Menschen würden noch immer sein Timing und seinen Erfolg dort schätzen.

brk/AP

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