18,7 Milliarden Dollar US-Steuerreform beschert Verizon Riesengewinn

Mega-Gewinn dank Donald Trump: Der Telekomriese Verizon hat in drei Monaten rund 18,7 Milliarden Dollar Gewinn gemacht - einen Großteil davon wegen der US-Steuerreform.

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Der US-Telekom-Konzern Verizon hat zum Jahresschluss kräftig vom Steuergeschenk der US-Regierung unter Präsident Donald Trump profitiert. Unter dem Strich stand im vierten Quartal ein auf die Aktionäre entfallender Nettogewinn von 18,7 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Das war gut viermal so viel wie vor einem Jahr.

Der Riesengewinn ist allerdings zunächst ein rein bilanzieller Effekt. Verizon hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass die gesenkten Steuersätze für Unternehmen in einem positiven Einmalertrag von rund 16,8 Milliarden Dollar resultieren würden

Im Mobilfunk, wo sich das Unternehmen als Marktführer unter anderem im harten Wettbewerb mit der Telekom-Tochter T-Mobile US messen muss, konnte Verizon indes nur dank gestiegener Endgeräteverkäufe die Erlöse steigern. Ohnehin steht Verizon bei den Erlösen insgesamt unter Druck, ohne Zu- und Verkäufe wäre der konzernweite Umsatz im Gesamtjahr um rund zwei Prozent geschrumpft.

Verizon hat mit den Zukäufen von Yahoo und AOL versucht, sich vor allem auf dem Werbemarkt im Internet neue Geschäfte zu erschließen. Die "Oath" getaufte Mediensparte wächst derzeit kräftig.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge denkt das Unternehmen auch darüber nach, in den Online-Sportwettenmarkt einzusteigen, der in den USA bis Ende des Jahres legalisiert werden könnte.

Für das laufende Jahr rechnet Verizon insgesamt mit einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich, zu dem ab Ende des Jahres auch die Serviceumsätze beitragen könnten.

Johnson&Johnson tief im Minus

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson rutschte durch die Steuerreform indes tief in die roten Zahlen. Im vierten Quartal fiel ein Nettoverlust von 10,7 Milliarden Dollar an nach einem Gewinn von 3,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Den einmaligen Aufwand durch die kurz vor Weihnachten durch US-Präsident Donald Trump in Kraft gesetzte Steuerreform bezifferte das Unternehmen auf 13,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg indes dank hoher Nachfrage nach neuen Medikamenten um 11,5 Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar und der bereinigte Gewinn um 9,5 Prozent auf 4,8 Milliarden.

ssu/dpa-AFX/Reuters



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