Wirtschaft


Dorothee Blessing: Deutsche Top-Bankerin verlässt Goldman Sachs

Von manager-magazin-Redakteur Ulric Papendick

Sie ist eine der wenigen Frauen, die es im Bankgewerbe bis ganz nach oben geschafft haben: Jetzt kündigt Dorothee Blessing ihren Job als Co-Chefin des deutschen Investmentbankings bei Goldman Sachs. Sie will ihre Karriere komplett überdenken.

Managerin Blessing: 20 Jahre Goldman Sachs sind genugZur Großansicht

Managerin Blessing: 20 Jahre Goldman Sachs sind genug

Frankfurt am Main - Dorothee Blessing verlässt Goldman Sachs. Die wohl bekannteste Investmentbankerin Deutschlands will sich nach 20 Jahren aus dem Unternehmen zurückziehen. Das erfuhr manager magazin online aus Finanzkreisen. Sie wolle in Ruhe darüber nachdenken, was sie in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens machen wolle, erklärte Blessing ihren Rückzug gegenüber Kollegen.

Blessing stammt aus einer bekannten deutschen Bankerfamilie, ihr familiäres Netzwerk ist entsprechend gut ausgebaut. Die Ehefrau des Commerzbank-Chefs Martin Blessing und Mutter von drei Kindern hatte ihre Karriere bei Goldman Sachs Chart zeigen im Jahr 1992 als Analystin begonnen und war der Firma mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung - 1994 wechselte sie für rund sechs Monate zur Deutschen Bank Chart zeigen - treu geblieben. Zuletzt war sie bei Goldman Sachs als Partnerin für das Geschäft mit Fusionen und für Unternehmensübernahmen in Deutschland und Österreich verantwortlich.

Blessing, geborene Wieandt, stammt aus einer alteingesessenen deutschen Bankiersfamilie. Ihr 2007 verstorbener Vater Paul Wieandt leitete unter anderem die Frankfurter Bank für Gemeinwirtschaft (BfG); Bruder Axel war zeitweilig Chef der Immobilienbank Hypo Real Estate.

Einen direkten Nachfolger für Blessing wird es offenbar nicht geben. Wolfgang Fink, bisher gemeinsam mit Blessing Co-Chef des Investmentbankings in Deutschland und Österreich, soll das Geschäft künftig alleine leiten. Fink arbeitet ebenfalls seit rund 20 Jahren bei Goldman Sachs, unter anderem als Berater von Private-Equity-Firmen sowie als Co-Leiter des Investmentbankings in Russland und Osteuropa.

Deutschlandchef von Goldman Sachs bleibt unverändert Alexander Dibelius, der auch die Geschäfte der Bank in Österreich, Zentral- und Osteuropa führt.

Das Familiennetzwerk der Blessing im Überblick

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
Auf anderen Social Networks teilen
  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
insgesamt 64 Beiträge
curti 27.02.2013
....macht deutlich, was wirklich zählt um "oben" mitmachen zu dürfen. Dem hechelnden Rest wird Chancengleichheit vorgegaukelt!
Zitat von sysopSie ist eine der wenigen Frauen, die es im Bankgewerbe bis ganz nach oben geschafft hat: Jetzt kündigt Dorothee Blessing ihren Job als Co-Chefin des deutschen Investmentbankings bei Goldman Sachs. Sie will ihre Karriere komplett überdenken. Dorothee Blessing verlässt Goldman Sachs - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/dorothee-blessing-verlaesst-goldman-sachs-a-885900.html)
....macht deutlich, was wirklich zählt um "oben" mitmachen zu dürfen. Dem hechelnden Rest wird Chancengleichheit vorgegaukelt!
barmbek1 27.02.2013
wie Susan Levermann (http://www.spiegel.de/spiegelwissen/jobwechsel-bankerin-susan-levermann-wagt-den-absprung-a-884500.html) ? Ich lach mich schlapp... Erst den Normalos jahrelang den letzten Pfennig aus den Taschen ziehen und [...]
wie Susan Levermann (http://www.spiegel.de/spiegelwissen/jobwechsel-bankerin-susan-levermann-wagt-den-absprung-a-884500.html) ? Ich lach mich schlapp... Erst den Normalos jahrelang den letzten Pfennig aus den Taschen ziehen und dann wieder alles gut machen wollen. Oder, so wird es kommen. Es scheint ein neuer Protestantismus ausgebrochen zu sein.
"...was sie in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens machen wolle.." würde ich auch, wenn ich in der ersten Hälfte mehr verdient hätte, als ich und meine Kinder ausgeben können. Mal sehen, wie Ihr Mann mit der [...]
"...was sie in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens machen wolle.." würde ich auch, wenn ich in der ersten Hälfte mehr verdient hätte, als ich und meine Kinder ausgeben können. Mal sehen, wie Ihr Mann mit der Einkommensbremse der Commerzbank umgeht, wenn sie sich jetzt nur noch mit einem Gehalt über Wasser halten müssen...
henrywotton 27.02.2013
Ich möchte EIN mal einen Artikel über einen Mann finden, der mit "ist mit XY" verheiratet beginnt und mit "Vater von 3 Kindern" weiter geht. Warum gilt "verheiratet sein", mit wem auch immer, auch [...]
Ich möchte EIN mal einen Artikel über einen Mann finden, der mit "ist mit XY" verheiratet beginnt und mit "Vater von 3 Kindern" weiter geht. Warum gilt "verheiratet sein", mit wem auch immer, auch 2013 noch für Frauen als Zusatzqualifikation? Ich bin ein Mann, aber das ist nervig und peinlich, selbst wenn es ein mag, dass die Dame im Artikel vor allem dadurch an den Job kam. Gibt aber auch genügend Männer, die ihre Pöstchen nur haben, weil Sohn-von, Golffreund-von, Parteifreund-von. Und (manchmal) sogar auch Mann-von. Aber wird das erwähnt? Nein.
hermes69 27.02.2013
Die Frau hat ausgesorgt, sich jahrelang selbst bedient und kriegt nun den Moralischen?! Ach bitte ...
Die Frau hat ausgesorgt, sich jahrelang selbst bedient und kriegt nun den Moralischen?! Ach bitte ...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
alles aus der Rubrik Unternehmen & Märkte
alles zum Thema Goldman Sachs

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Mittwoch, 27.02.2013 – 13:54 Uhr
  • Drucken Versenden Feedback
  • Kommentieren | 64 Kommentare






TOP



TOP