Dow Jones Chinas Crash lässt auch US-Börsen einbrechen

Das Beben an den chinesischen Börsen erreicht die USA: Die Leitindizes Dow Jones und S&P 500 verloren zum Handelsstart deutlich. Auch der Dax verzeichnet erneut starke Verluste.

Börsenhändler in New York: Große Sorge um China
AFP

Börsenhändler in New York: Große Sorge um China


Der Absturz der chinesischen und europäischen Börsen setzt sich in den USA fort. Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte lag zum Handelsstart fast sechs Prozent im Minus, stabilisierte sich dann aber bei einem Minus von rund drei Prozent. Erstmals seit Februar rutschte er zeitweilig unter die Marke von 16.000 Punkten.

Der breiter gefasste S&P-500 tendierte zunächst knapp fünf Prozent tiefer und verringerte die Verluste dann auf minus 2,4 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Chart zeigen stand nach einem anfänglichen Minus von acht Prozent bei minus 3,3 Prozent.

Marktteilnehmer reagieren panikartig, weil die Regierung in Peking keine weiteren Maßnahmen zur Stützung der Kurse ankündigte. Es wird befürchtet, dass es um die chinesische Wirtschaft deutlich schlechter bestellt ist als bisher angenommen. Das könnte auch das Wachstum der Weltwirtschaft bremsen.

Große Verluste verzeichneten unter anderem die Aktien von Apple Chart zeigen mit einem Minus von über acht Prozent. Bei der Großbank JP Morgan ging es sechs Prozent nach unten. Der anhaltende Ölpreisverfall setzt Anbietern wie Exxon Chart zeigen und Chevron Chart zeigen zu. Hier ging es 5,3 Prozent beziehungsweise 4,8 Prozent bergab.

Auch in Deutschland ging am Montag der Kursrutsch weiter: Der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen baute bis Montagnachmittag seine Verluste auf knapp 7,2 Prozent aus und fiel auf 9411 Punkte. In den vergangenen zehn Handelstagen hatte das Börsenbarometer bereits zwölf Prozent an Wert eingebüßt, der bisherige Jahresgewinn ist damit vollständig aufgezehrt. Jeder zweite Dax-Wert notiert inzwischen auf Jahressicht im Minus. Noch im April hatte der Dax dagegen dank milliardenschwerer Geldspritzen der Europäischen Zentralbank einen Rekord von 12.390,75 Zählern aufgestellt.

Bereits über die vergangene Woche hatte der Leitindex rund acht Prozent eingebüßt, Börsianer sprachen vom "Dax im freien Fall". Viele Marktexperten sprechen jedoch von einer Übertreibung, da die negative Tendenz nicht ausreichend mit Fakten untermauert sei.

Euro steigt, Rubel auf Jahrestiefstand

Belastet wurden die Aktienbörsen in Europa durch einen wieder steigenden Euro Chart zeigen, der europäische Waren im Ausland verteuert. Grund dafür sind die Spekulationen auf eine Verschiebung der ersten Zinserhöhung in den USA seit der Finanzkrise. Viele Anleger lösten ihre Wetten auf einen steigenden Dollar auf, was im Gegenzug den Euro in der Spitze auf 1,1711 Dollar trieb. Damit notierte die Gemeinschaftswährung wieder auf dem Niveau von Mitte Januar.

Der russischen Rubel fiel hingegen befeuert von der Talfahrt des Ölpreises auf einen Jahrestiefstand. Ein Euro kostete an der Moskauer Börse am Montag zwischenzeitlich mehr als 81,6 Rubel. Der Dollar lag vorübergehend bei mehr als 71,2 Rubel. Später gab die russische Notenbank die amtlichen Wechselkurse mit etwa 81,15 Rubel je Euro und rund 70,75 je Dollar an.

Seit Monaten befindet sich die Währung der Rohstoffmacht Russland im freien Fall. Reisen in Euro- und Dollar-Länder werden damit für Russen zunehmend unattraktiver. Zum Euro hat der Rubel seit Mitte Mai mehr als 47 Prozent seines Wertes verloren.

dab/Reuters/AFP/dpa

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insgesamt 23 Beiträge
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fridericus1 24.08.2015
1. Irgendwann ...
... platzt jede Blase. Dann gibt es Heulen und Wehklagen, dann wird die nächste aufgepustet, alle steigen wieder ein, und das Spiel beginnt von vorn.
ichsagemal 24.08.2015
2.
...stabil auf Sand gebaut. Häuslebauer wissen, dass das blöd ist.Andere lernen noch
Tschepalu 24.08.2015
3. Typisch...
die Dummen verfallen in Panik, kluge sitzen das aus. In ein paar Tagen spätestens ist der Bodensatz gefunden und die kommen dann wieder um neu einzusteigen, so wird es garantiert sein, jede Wette.
dasky 24.08.2015
4. Die Amis, die Griechen der Chinesen
Ah, dann können wir unsere US - amerikanischen Freunde wohl bald nackt über den Zaun (https://www.youtube.com/watch?v=BaeXnk83BAw#t=4m50s) hängen.
prinzvogelfrei 24.08.2015
5. Ein Crash sieht anders aus
Jetzt wo ich das hier schreibe ist DOJO wieder über 16K und der Verlust liegt bei moderaten +/- 3 % ........ Aber Absturz und vor allem "CRASH" verkaufen sich halt fast so gut wie "SEX" ...... aber wie beim dem sollte auch ein SPON Mensch erstmal die halbe Stunde abwarten.....
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